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Taifun-Tofu will Sojaanbau revolutionieren

badenova Innovationsfonds fördert Freiburger Tofu-Hersteller

Taifun-Tofu will Sojaanbau revolutionieren © badenova
badenova übergibt Taifun-Tofu den Klimaheldenpreis sowie einen Scheck. V.l.n.r.: Heinz-Werner Hölscher, Vorstand badenova; Wolfgang Heck, Geschäftsführer Taifun-Tofu; Stefan Paul, Projektleitung Taifun-Tofu, und Christine Buchheit, Bürgermeisterin Stadt Freiburg

Mit der Einführung neuer Produktionstechniken im Bio-Sojaanbau will Taifun-Tofu die Biodiversität fördern und die Sojaproduktion in Deutschland revolutionieren. Der badenova Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz steht hinter der Idee und fördert die Taifun-Tofu GmbH mit der Hälfte der Projektkosten. Bei einem Pressetermin erhielt Taifun-Geschäftsführer Wolfgang Heck den Förderscheck in Höhe von rund 122.000 Euro wie auch den von den badenova-Gesellschafterkommunen vergebenen ‚Klimaheldenpreis‘.

Der ökologische Sojaanbau weist einige Besonderheiten auf: Die Pflanzen stehen weit auseinander, werden relativ spät im Jahr ausgesät und wachsen zunächst nur recht langsam. Die Folge: Zwischen den Pflanzreihen auf dem Acker ist viel Platz, der bisher wenig genutzt wird. Das will Taifun ändern, indem zwischen die Reihen mit der Sojaaussaat früh blühende Pflanzen wie Wildblumen ausgesät werden. Durch die zusätzlichen Pflanzen kann einer Bodenerosion vorgebeugt werden. Zusätzlich finden Wildbienen und andere Insekten einen reich gedeckten Tisch mitten im (später) aufkeimenden Sojaacker vor.

„Projekte wie dieses sind eine Chance, die Themen Biodiversität und Umweltschutz voranzubringen und gleichzeitig für eine zukunftsfähige Ernährung zu sorgen“, sagte die Freiburger Bürgermeisterin Christine Buchheit, die im Namen aller badenova-Gesellschafter den ‚Klimaheldenpreis‘ an Taifun übergeben hat.

Die Kombination aus Boden- und Insektenschutz wird möglich durch moderne, digital gesteuerte Produktionstechniken. Sogenannte ‚GPS-RTK Steuerungen‘ und kameragesteuerte Maschinen wie Hackrahmen werden in der Landwirtschaft seit einigen Jahren genutzt. Sie können auf den Zentimeter genau steuern, was auf einem Acker wo genau ausgesät wird. Darüber hinaus ermöglichen sie die Pflege der Kulturen.

„Wir arbeiten hier an den technischen Grundlagen für Blühreihen zwischen unseren Sojapflanzen“, berichtet Projektleiter Stefan Paul von Taifun. Bisher habe es dazu nur Pilotstudien im Maisanbau gegeben, die aber noch nicht in der Breite umgesetzt werden können. „Wir aber wollen dieses Konzept deutschlandweit im Sojaanbau etablieren, nachdem wir es in mehreren Leuchtturmbetrieben unserer Vertragslandwirte getestet und technisch mit Erfolg umgesetzt haben.“ Nebenbei soll dadurch auch der heimische Bio-Sojaanbau in der Öffentlichkeit bekannter werden. Eine Evaluation des Erfolgs der Projektziele soll im Anschluss erfolgen.

Der Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova hat sich zum Ziel gesetzt, neuen Projekten für mehr Umweltschutz finanziell auf die Sprünge zu helfen. Seit seinem Start im Jahr 2001 wurden dafür weit mehr als 30 Millionen Euro in über 300 Umweltprojekte gesteckt.



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