Start / News / Bio-Tops / Superbiomarkt beantragt Schutzschirmverfahren

Naturkostfachhandel

Superbiomarkt beantragt Schutzschirmverfahren

Bio-Einzelhandelskette in den roten Zahlen

Der Vorstand der SuperBioMarkt AG hat heute beim Amtsgericht Münster einen Antrag auf ein sogenanntes Schutzschirmverfahren gestellt und genehmigt bekommen. Die ‚massiven Kostenexplosionen‘ bei Energie und Miete sowie die Preiserhöhungen bei vielen Produkten, die so nicht an den Endverbraucher weitergegeben werden konnten, hätten diesen Schritt notwendig gemacht.

Der Geschäftsbetrieb läuft in den Filialen uneingeschränkt weiter. „Bei dem Verfahren sind die Gehälter der Mitarbeiter gesichert. Dies war uns besonders wichtig“, beschreibt Michael Radau als verantwortlicher Vorstand die Situation. Zur Unterstützung hat das Unternehmen nach eigenen Angaben den Restrukturierungsexperten und Fachanwalt für Sanierungsrecht Michael Mönig von ‚Mönig Wirtschaftskanzlei‘ zum Generalbevollmächtigten bestellt.

Das Schutzschirmverfahren ist ein besonderes Insolvenzverfahren, bei dem sich ein Unternehmen in Eigenverwaltung vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit retten kann. Ziel ist es, Zeit für Sanierungsmaßnahmen zu gewinnen. So können etwa die monatlichen Betriebsausgaben für drei Monate aufgeschoben werden und es wird der sofortige Ausstieg aus unwirtschaftlichen Miet- oder Leasingverträgen ermöglicht. Unter einem Schutzschirm können zudem Arbeitnehmer ohne Sozialplan und Fristen gekündigt werden. Kann der Arbeitgeber die Gehälter seiner Mitarbeiter nicht mehr oder nur noch zum Teil bezahlen, übernimmt die Arbeitsagentur die Lohnfortzahlung.

In den kommenden Monaten wird nun gemeinsam weiter an dem in ersten Zügen vorbereiteten Sanierungsplan gearbeitet, mit dem der Superbiomarkt wieder in die schwarzen Zahlen geführt werden soll. Der Plan wird dann dem Gericht und den Gläubigern vorgelegt.


Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Superbiomarkt in Hamburg insolvent

Michael Radau wegen der Schließung in der Kritik

Ende Mai hat die Hamburger Filiale des Münsteraner Superbiomarkts ihre Tore geschlossen. Wie der WDR berichtet, gab es von Betriebsrat und Mitarbeitern deshalb viel Kritik an Geschäftsführer Michael Radau: Er habe die schon lange besiegelte Schließung zu spät kommuniziert und sich so seiner Verantwortung entzogen.

02.08.2022mehr...
Stichwörter: Insolvenz, Einzelhandel, Bio-Supermarkt, Naturkostfachhandel, SuperBioMarkt, Kostensteigerung, Michael Radau, Schutzschirm

Bio Company: Umsatz stagniert

Bio-Supermarktkette veröffentlicht Jahresabschluss

Bio Company: Umsatz stagniert © Bio Company

Die Supermarktkette Bio Company hat ihren Jahresabschluss für 2021 bekanntgegeben: Mit einem Umsatz von 239,6 Millionen Euro bewegt sich der Filialist auf Vorjahresniveau. Im Jahr 2020 gab es mit 239,7 Millionen Euro einen Wachstumsschub von 26,7 Prozent. Zum 1. Juli 2021 hat die einstige GmbH ihre Gesellschaftsform zur europäischen Societas Europaea (SE) geändert. Vier neue Filialen wurden eröffnet, drei in Berlin sowie eine in Hamburg.

14.02.2022mehr...
Stichwörter: Insolvenz, Einzelhandel, Bio-Supermarkt, Naturkostfachhandel, SuperBioMarkt, Kostensteigerung, Michael Radau, Schutzschirm

Aus für BiUno

Bio-Großhändler muss Betrieb stilllegen

Es hat sich kein Investor gefunden. Auch in der weiterhin expandierenden Biobranche wollte niemand in den Geschäftsbetrieb der Bio-Großhandlung BiUno einsteigen. Der Naturkostfachhandel muss aktuell Haare lassen, und für eine neue Vertriebsschiene passt das vorhandene Konzept nicht.

01.08.2022mehr...
Stichwörter: Insolvenz, Einzelhandel, Bio-Supermarkt, Naturkostfachhandel, SuperBioMarkt, Kostensteigerung, Michael Radau, Schutzschirm



Alnatura entdeckt Kaufmannsmodell

Erster inhabergeführter Super Natur Markt eröffnet

18.11.2021mehr...
Stichwörter: Insolvenz, Einzelhandel, Bio-Supermarkt, Naturkostfachhandel, SuperBioMarkt, Kostensteigerung, Michael Radau, Schutzschirm