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Belgien

Ein Challenger mit Bio-Schokolade

The Belgian Chocolate fabriziert belgische Premium-Schokolade – jetzt auch in Bio-Qualität

Ein Challenger mit Bio-Schokolade
Key Account Manager Kurt Kessels, Lisa Lommelen aus der Qualitätssicherung und Charlotte Heymans aus der Produktentwicklung zeigen die neuen Bio-Schokoladen von The Belgian.

Mit einer bunt-bebilderten Tafellinie hat das Familienunternehmen The Belgian Chocolate den Eintritt in den Bio-Markt gewagt: Mandel, Salted Caramel und mehr können Kunden nun genießen. Durch seine lange Exporttradition steht auch der Vermarktung im Ausland nichts im Wege.

Wer Belgien besucht, kommt nicht darum herum, bei einem Chocolatier oder einem Schokoladenmuseum Halt zu machen. Die Praline wurde von der belgischen Schokoindustrie erfunden, aber auch belgische Tafelschokoladen werden für die besonders fein gemahlenen Bohnen und einen hohen Kakaoanteil geschätzt.

Einer der großen Hersteller ist The Belgian Chocolate Group, mit Sitz östlich von Antwerpen. Das familiengeführte Unternehmen ist in 100 Ländern von Asien bis Amerika aktiv. Sehr bekannt sei es etwa auch in Osteuropa. 50 Prozent des Exports erfolgt als Private Label, 50 Prozent unter der eigenen Marke.

1956 gegründet, wurde der Betrieb 1996 vom jetzigen Geschäftsführer Marc Pauwels übernommen, der die geschützte Marke ‚The Belgian‘ einführte. Anfangs war der Hersteller vor allem auf Meeresfrüchte-Pralinen spezialisiert, später wurde das Sortiment nach Kundenwünschen Schritt für Schritt vergrößert. Heute produziert das Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitern 8.000 Tonnen Schokolade pro Jahr, in über 100 verschiedenen Sorten. „Wir sind ein Challenger, ein Herausforderer – nicht der Marktführer“, meint Kurt Kessels, Key Account Manager bei The Belgian. Die Marke gelte in Belgien als bezahlbares Geschenk – „ein bisschen Luxus, aber nicht zu teuer.“

Erst vor drei Jahren, 2018, wurde das Angebot auch um eine Bio-Linie erweitert. Bevor The Belgian Bio unter der eigenen Marke herausbrachte, stellte das Unternehmen Private Label-Produkte für die USA und später auch Frankreich her. Mit bunten Papierverpackungen, auf denen exotische Vögel prangen, gibt es jetzt fünf 90-Gramm-Tafelschokoladen in Bio-Qualität: Milch- und Zartbitterschokolade (72 Prozent Kakao), Mandelschokolade und Zartbitter mit Cranberries oder Salted Caramel. Alle Tafeln sind zusätzlich Fair Trade-zertifiziert und garantiert glutenfrei.

Außer dem Einzelhandel bedient The Belgian auch die Gastronomie und die Reisebranche. Die Marke ‚Starbrook Airlines‘ wurde speziell für den Duty-free-Bereich konzipiert und hat nun auch eine Bio-Tafelschokolade im Sortiment. „Wir sind sehr aktiv in touristischen Regionen – deshalb hat uns Corona einiges an Umsatz gekostet“, bedauert Kessels. Der belief sich in guten Jahren schon auf über 50 Millionen Euro.

Die Herstellung der Schokolade erfolgt in zwei Fabriken, die fünf Kilometer auseinander liegen. The Belgian bezieht flüssige Schokolade vom renommierten belgischen Schokoladenpionier Callebaut (mittlerweile zugehörig zu Barry Callebaut) und verarbeitet sie dann zu den Endprodukten weiter. Zwei Hallen sind ausschließlich für große Tanks reserviert, in die über Rohre direkt die flüssige Schokolade aus den LKWs gelangt. In drei verschiedenen Behältern wird die Schokomasse auf 30 Grad temperiert: einer für zuckerfreie Produkte, einer für weiße Schokolade und einer für Milch und Zartbitter. Anschließend kommen Nüsse, Karamellstücke und kleinere Zutaten dazu, bevor die Schokolade in Formen gegossen und abgekühlt wird.

„Wenn wir mit Bio beginnen, lassen wir erst mehrere Liter Bio-Schokolade durchlaufen, damit wir auch wirklich rückstandfreies Bio garantieren können“,  erklärt Kessels. Einige 100 Kilo müssten wegen dieses ‚Vorspülens‘ noch als konventionelle Schokolade verkauft werden. Bisher startet The Belgian erst vier bis fünf Mal im Jahr eine Bio-Produktion, erzielt damit aber immerhin eine Ausbeute von jeweils 60.000 Tafeln.

Lena Renner


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