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Fairer Handel

Fair und Bio – Gepa-Schokolade im Aufwind

Bitter- und Spezialitätenschokoladen besonders beliebt

Fair und Bio – Gepa-Schokolade im Aufwind © GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing
Bereits jetzt wird Bio-Kakao von gebana Togo in Gepa-Schokoladen verarbeitet. Die Schokoladen des Sortiments ,Taste Fair Africa‘ werden somit ab der nächsten Produktion um eine weitere Provenienz ergänzt. Bewusst legt das Fair Handelsunternehmen den Schwerpunkt auf afrikanische Handelspartner und geht auch Partnerschaften mit kleinen Organisationen ein. Durch die Stabilität des Fairen Handels wird nachhaltiger Anbau oft überhaupt erst möglich

14,6 Millionen Schokoladenprodukte des Fair Trade-Pioniers Gepa haben Verbraucher 2019 gekauft. 91 Prozent waren Bio-zertifiziert, die meisten sogar nach dem strengeren Naturland-Standard. Der Absatz mit Schokoladentafeln, Riegeln, Confiserie- und Saisonprodukten (zum Beispiel Schoko-Bischöfen) ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und im Vergleich zur Branche weit überdurchschnittlich um 19 Prozent gestiegen.

Besonders beliebt sind nach wie vor Bitter- und Spezialitätenschokoladen. Seit vielen Jahren unangefochten an der Spitze ist die ‚Edelbitter 85%‘, die das zweite Jahr in Folge die Umsatzmillionengrenze (2019: 1,2 Millionen) geknackt hat. Unter den Top Ten landeten letztes Jahr drei weitere Bitterschokoladen, darunter die ‚Bio São Tomé 95%‘. An zweiter Stelle im Gepa-Schokoladenranking steht wie im Vorjahr die ‚Fleur de Sel‘. Die Bittervariante der ‚Fleur de Sel‘ findet mit einem Absatz-Plus von 64,4 Prozent ebenfalls mehr und mehr Anhänger und hat eine der höchsten Steigerungsraten unter den Tafeln. Bei den veganen Spezialitäten hat sich die Bio White Salzmandel Cassis seit ihrer Einführung 2018 sehr gut platzieren können.

Im letzten Jahr zahlte die Gepa ihren Partnergenossenschaften durchschnittlich 3.500 US-Dollar pro Tonne Bio-Kakao, teilweise sogar über 4.000 US-Dollar. Sie lag damit 52,2 Prozent über dem durchschnittlichen Weltmarktpreis (2.300 US-Dollar, de.statista.com) und mindestens 19 Prozent über dem aktuellen Fairtrade-Preis (2.940 US-Dollar inklusive Fairtrade- und Bioprämien), der im Herbst 2019 angehoben wurde. Der dominikanischen Partnerkooperative Cooproagro hat die Gepa über 4.000 US-Dollar gezahlt.

Die Gepa wendet keinen Mengenausgleich an, der nach Fairtrade-Kriterien unter anderem für Kakao und Zucker erlaubt wäre. Der Mengenausgleich soll sicherstellen, dass sich die eingekaufte und verkaufte Menge an Fairtrade-Produkten in der gesamten Lieferkette entspricht, also nicht mehr Produkte mit dem Fairtrade-Siegel verkauft werden, als Rohwaren im Ursprung eingekauft wurden. Bei der Gepa ist die physische Rückverfolgbarkeit aller Produkte bis zu den Produzentenorganisationen gewährleistet. Die zu fairen Bedingungen angebauten Kakaobohnen sind tatsächlich in der jeweiligen Schokoladentafel enthalten.


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