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Wo steht Bio in Bayern?

Zahlen rund um die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft

In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern, die ökologisch arbeiten, um ein Vielfaches gewachsen. Von rund 800 Betrieben im Jahr 1989 ist die Anzahl der Betriebe in Bayern im Jahr 2016 auf über 8.000 gestiegen. Damit wirtschaften knapp 8 Prozent aller Höfe in Bayern nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Etwa 80 Prozent der vermarktenden Betriebe sind in den Mitgliedsverbänden der LVÖ - Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter - organisiert. Zugleich erhöhte sich die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche in Bayern auf mehr als 250.000 Hektar. Damit werden über 8 % der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern ökologisch bewirtschaftet.

Bayern - bundesweiter Öko-Spitzenreiter

Bayern ist somit im bundesweiten Vergleich sowohl in Bezug auf die Zahl der Öko-Betriebe als auch auf die Öko-Fläche Spitzenreiter: Ein Drittel aller deutschen Öko-Betriebe wirtschaften in Bayern. Derzeit sind in Bayern überdies gut 3.000 Unternehmen in der Verarbeitung, im Handel oder in der Dienstleistung rund um den ökologischen Landbau und die ökologische Lebensmittelmittelwirtschaft tätig. Der Ökolandbau hat sich für die bayerischen Höfe, die Verarbeiter und Händler zu einer nachhaltigen Antwort mit Zukunftsperspektive entwickelt.

Marktanteil von Bio-Produkten

Die ökologische Lebensmittelwirtschaft in Deutschland konnte in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt jährlich zweistellige Wachstumsraten erzielen. Dennoch herrscht in Bayern, wie auch im gesamten Bundesgebiet, ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Mit einem Marktanteil von rund 5 Prozent der Bio-Produkte am gesamten deutschen Lebensmittelmarkt hat der Bio-Bereich noch deutliches Wachstumspotenzial. Doch allein diese 5 Prozent Marktanteil können aktuell durch die heimische Produktion in Deutschland nicht gedeckt werden: So braucht es zum Beispiel für die Produktbereiche Eier, Gemüse, Getreide und Fleisch noch deutlich mehr bayerische Bio-Betriebe, um den Bedarf aus heimischer Produktion zu decken. Aktuell besteht in vielen Produktbereichen für konventionelle Betriebe ein gutes Zeitfenster zur Umstellung, denn die Bio-Marktpreise sind interessant und die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

Der bayerische Weg: BioRegio Bayern 2020

Um die heimische Öko-Produktion zu erhöhen, gibt es seit 2013 die >> Initiative BioRegio Bayern 2020. Mit Hilfe verschiedener Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beratung, Förderung, Forschung und Marktenwicklung soll der bayerische Ökolandbau bis 2020 verdoppelt werden. Die Initiative genießt inzwischen bundes- und europaweit hohe Anerkennung. Die von der LVÖ Bayern und dem Bayerischen Landwirtschaftsministeriums entwickelte Strategie verbessert die strukturellen Voraussetzungen für die Umstellung auf ökologischen Landbau.

Bayerischer Bio-Herbst

Der September steht in Bayern ganz im Zeichen des ökologischen Landbaus: Vom 3. September bis zum 3. Oktober finden in ganz Bayern 270 Veranstaltungen im Rahmen der Öko-Erlebnistage statt. Hoffeste, Führungen, Mitmach-Aktionen und Verkostungen rund um den ökologischen Landbau und ökologisch erzeugte Lebensmittel stehen auf dem Programm. Alle Veranstaltungen finden Sie unter: www.oekoerlebnistage.de

Mit der Öko-Halle (Halle 3) auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) kann das Publikum aus Nah und Fern vom 17. bis 25. September auch auf der Theresienwiese in München den Ökolandbau hautnah erleben und eine riesige Vielfalt von Bio-Produkten kosten. Das besondere Ereignis in diesem Jahr ist der erste bayerische Bio-Bauerntag, der am 23. September, dem Tag des Ökolandbaus, ab 10 Uhr im Festzelt Tradition stattfindet. Entdecken Sie an diesem Tag die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft aus Bayern auf dem gesamten ZLF. Weitere Informationen unter: www.lvoe.de/lvoe-aktuell/zlf-2016.html

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