Start / Ausgaben / bioPress 86 - Januar 2016 / Biofino: Bereits zu 50 Prozent auf Schwarze Putenrasse umgestellt

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Biofino: Bereits zu 50 Prozent auf Schwarze Putenrasse umgestellt

Biofino mit Sitz in Emstek bei Cloppenburg ist in Deutschland Marktführer bei der Bio-Erzeugung und -vermarktung von Hähnchen- und Putenfleisch. Seit 2012 stellt der Naturland-Partner die Putenproduktion auf die Schwarze Rasse um. „Sie ist robuster, sehr aktiv und neugierig. Ihre Agilität und ihr langsameres Wachstum wirken sich auf die Qualität des Fleisches aus. Es ist viel fester“, beschreibt Geschäftsführer Dr. Jürgen Tölke die Vorzüge der alten Rasse.

Im Gegensatz zu konventionellen weißen Puten eignen sich nicht nur Hennen, sondern auch Hähne zum Mästen. Mittlerweile stammen rund 50 Prozent der Biofino-Puten von der Schwarzen Rasse. Die vollständige Umstellung werde weiter forciert. Der Handel reagiere positiv. „Immer mehr Verbraucher achten als Flexitarier auf den bewussten Genuss. Wenn sie Fleisch kaufen, soll es Bio-Qualität haben. Dieser Trend spielt uns zu“, sagt er.

Das Unternehmen garantiert eine lückenlose Prozesskette: Die Puten und Hähnchen wachsen auf Bio-Höfen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Bayern heran. Das Futter stamme von Bio-Mühlen und werde regelmäßig kontrolliert. Zerlegt, veredelt und verpackt werde das Geflügel in Emstek. Frischelogistik sei die Stärke von Biofino, erklärt Tölke. Alle Hähnchen schlüpften in der eigenen Brüterei in Schwichteler bei Cloppenburg.

Zu den Kunden zählen der LEH, der Fachgroßhandel und Verarbeiter. Durch die Erhöhung der Distribution von Bio-Geflügel und die steigende Nachfrage nach Naturland-Verbandsware geht Tölke von einer jährlichen Steigerung der Absatzmengen um sieben bis zehn Prozent aus.



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