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Experten beweisen positive gesundheitliche Wirkung  von Nüssen

Weltweit führende Experten präsentieren jüngste Forschungsergebnisse auf der 12. Europäischen Ernährungskonferenz (FENS) in Berlin. Ein regelmäßiger Verzehr von Nüssen beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, verbessert die kognitive Leistungsfähigkeit im Alter und unterstützt mit potenziellen präbiotischen Effekten die Darmgesundheit – insbesondere bei Kindern.

Berlin, 21. Oktober 2015 Führende Wissenschaftler haben heute in Berlin die neuesten Ergebnisse großangelegter Forschungsstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Verzehrs von Nüssen veröffentlicht. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Primärprävention des metabolischen Syndroms sowie einer verbesserten kognitiven Leistungsfähigkeit im Alter.  Jüngste Forschungsergebnisse bestätigen die wohltuende Wirkung eines regelmäßigen Verzehrs von Nüssen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Erkenntnis, dass der Verzehr von Nüssen nicht nur kein erhöhtes Risiko für eine Gewichtszunahme mit sich bringt, sondern dem Körper außerdem auch lebenswichtige Nährstoffe zuführt; dies haben die Forschungsstudien eindeutig bewiesen. Im Rahmen der 12. Europäischen Ernährungskonferenz (FENS), die vom 20. bis 23. Oktober 2015 in Berlin stattfindet, veranstaltete der INC (International Nut and Dried Fruit Council) ein Symposium unter dem Titel „New Findings on Nuts and Health”, bei dem vier weltweit führende Forscher ihre jüngsten Ergebnisse präsentierten.

Professor Jordi Salas-Salvadó von der spanischen Universität Rovira i Virgili erläuterte in seinem Vortrag, dass ein regelmäßiger Verzehr von Nüssen nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt, sondern auch positive Krankheitsrückwirkungen bei Menschen zeigt, die unter dem metabolischen Syndrom leiden. Darunter fasst man die Kombination von abdominaler Adipositas, Dyslipidämie, Hypertonie und einem erhöhten Blutzucker, die zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt.

Dr. Francine Grodstein von der Harvard Medical School erklärte den Zusammenhang zwischen einem erhöhten Verzehr von Nüssen und einer besseren kognitiven Funktion bei älteren Männern. Dazu zählen Sprache, abstraktes Denkvermögen, Handlungsplanung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Wahrnehmungsfähigkeit. Forschungsergebnisse zeigen insbesondere, dass bei Männern in einem Alter von 67 Jahren oder darüber der Verzehr von zwei Portionen Nüssen pro Woche bereits zu besseren Ergebnissen bei neuropsychologischen Tests führt.

Dr. Giuseppina Mandalari von der Universität Messina in Italien erläuterte den positiven Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Pistazien und der Gesundheit des Menschen. Studienergebnisse zeigen, dass Pistazien wichtige Antioxidantien enthalten, die während der Verdauung freigesetzt werden und dem Körper helfen, gesund zu bleiben. Darüber hinaus wurde in einer Studie der potenzielle präbiotische Effekt von Mandelkernen in vitro untersucht. Die Ergebnisse liefern eine überzeugende Erklärung, warum Mandeln einen geringen Kaloriengehalt und positive Wirkungen auf geringe Blutfettwerte nach dem Essen aufweisen.

Dr. Volker Mai von der University of Florida ging in seinem Vortrag auf die positiven Auswirkungen von Schalenfrüchten auf die Darmflora ein. In einer Studie untersuchten Forscher, inwiefern sich der Verzehr von Mandeln bei Erwachsenen und Kindern auf die Funktion von Magen und Darm auswirkt. Ergebnisse zeigen, dass insbesondere bei Kindern ein erhöhter Verzehr von Mandeln zu nachweisbaren positiven Veränderungen der Bakteriensystematik führt.

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