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Feuerbakterium zerstört Olivenbäume in Süditalien

Das Bakterium Xylella fastidiosa richtet in Apuliens Olivenhainen großen Schaden an. Es nistet sich in das Gewebe des Baums ein und lässt es austrocknen. Laut italienischer Agrar-Behörden soll bereits eine Fläche von 400 Quadratkilometern zerstört worden sein.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vermutet, dass das Bakterium durch den weltweiten Handel von Zierpflanzen verbreitet worden sei. Ausbrüche von Xylella hätten bereits zu schweren Verlusten bei Zitrusfrüchten in Südamerika und bei Weintrauben in Nordamerika geführt. Als Hauptüberträger gilt die Wiesenschaum-Zikade.

Die EFSA empfiehlt als Maßnahmen gegen die Schädlingsausbreitung unter anderem das Entfernen infizierter Pflanzen, das Bekämpfen von Insekten, die die Krankheit übertragen, und das Management der umgebenden Vegetation. In Gebieten wie der apulischen Provinz Lecce, in denen sich das Bakterium bereits großflächig angesiedelt hat, sei eine Ausrottung wenig Erfolg versprechend.

Neben dem Fällen von infizierten Bäumen ordnete die Europäische Union an, auch gesunde Olivenbäume in einem Umkreis von 100 Metern um den Infektionsherd zu entfernen, um das Ausbreiten der Krankheit zu verhindern. Xylella tauchte zum ersten Mal vor zwei Jahren in Süditalien auf.

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