EU-Öko-Reform
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt muss Klartext reden
München, 6. Mai 2015. | NEIN zum Richtungswechsel in der EU-Öko-Gesetzgebung! KEIN Kompromiss zulasten des Ökolandbaus! JA zur Ausweitung des Ökolandbaus in Europa! Für die kommende Sitzung des Europäischen Agrarrats am 11. Mai hat die lettische Präsidentschaft die Beratung über die Totalrevision der EU-Öko-Verordnung auf die Agenda gesetzt. Seit März letzten Jahres wird über einen Vorschlag der EU-Kommission zur Totalrevision der EU-Öko-Verordnung debattiert. Bisher wurden hier keine substanziellen Fortschritte zur Weiterentwicklung der Gesetzesgrundlagen für den Ökologischen Landbau erzielt, daher muss der vorliegende EU-Kommissionsvorschlag zurückgewiesen werden.
„Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt muss im Agrarrat den vorliegenden Gesetzestext zur Totalrevision klar zurückweisen und zu einer konstruktiven Weiterarbeit an den bisherigen Gesetzesgrundlagen einladen“, fordert LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein. Branchen-Kenner, politische Vertreter und die Agrarverwaltungen in den Ländern sind sich darüber einig: Jeder politische Kompromiss, der den vorgesehenen Richtungswechsel nicht verhindert, bleibt ein schlechter Kompromiss mit verheerenden Wirkungen für den ökologischen Landbau und die Bio-Lebensmittel-Branche!
„Nach vielen Jahren verzeichnen wir in Bayern wieder ein stark wachsendes Interesse an der Umstellung auf ökologischen Landbau. Es haben hunderte von Betrieben in Bayern umgestellt und wir sind auf einem guten Wege nahezu zweitstellige Wachstumsraten zu erreichen“, berichtet Josef Wetzstein: „Die Umsetzung des Kommissionsvorschlags zur Totalrevision der EU-Öko-VO hätte eine Vollbremsung dieser dynamischen Entwicklung zur Folge. Deshalb fordern wir von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: Nehmen Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen im Agrarrat die Vorschläge der EU-Kommission vom Tisch! Die dänischen, niederländischen, österreichischen und viele andere Kollegen aus den europäischen Nachbarländern warten nur auf dieses deutliche Signal von ihrer Seite. Damit der Stillstand endlich ein Ende hat und die konstruktive Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus und seiner gesetzlichen Grundlagen in Europa fortgesetzt werden können!“







