Start / Ausgaben / bioPress 83 - April 2015 / Gewässerschutz mit Ökolandbau

Gewässer

Gewässerschutz mit Ökolandbau

Grund- und Oberflächenwasser sind durch stickstoff- und phosphorhaltige Düngemittel, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Tiermedikamente gefährdet. Durch den Öko-Landbau wird die Verwendung der Schadstoffe reduziert und ein Beitrag zum Gewässerschutz geleistet.

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März rief Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), zum Gewässerschutz auf durch vermehrten Ökologischen Landbau. Dabei stellte er die Novelle der Düngeverordnung in den Mittelpunkt.

Damit die Verordnung gerade in viehstarken Regionen greifen kann fordert der BÖLW, dass Betriebe mit einer Viehdichte von mehr als zwei Großvieheinheiten pro Hektar eine verpflichtende Hoftorbilanz vorweisen. Diese erfasst Stickstoffmengen, die in den landwirtschaftlichen Betrieb eingehen und die in Form von landwirtschaftlichen Produkten den Hof wieder verlassen. Bei einer Differenz geht man davon aus, dass sie auf der landwirtschaftli­chen Nutzfläche zurück bleibt und in den Boden und in das Grundwasser wandert. Prinz zu Löwenstein fordert eine Stickstoffüberschuss-Abgabe, um die Umweltkosten auszugleichen.

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