Start / Ausgaben / BioPress 82 - Janurar 2015 / Nachhaltigkeit gegen Glätte

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit gegen Glätte

Jedes Jahr wird mit Salz als Streugut der Glätte der Kampf angesagt. Dieses Vorgehen hat sich in den Haushalten über Jahre etabliert, jedoch mit Folgen für Flora und Fauna. Besonders problematisch für die Natur ist die Zeit des Tauens.

Das Schmelzwasser transportiert das Salz in den Boden und dort tötet es Kleinstlebewesen ab und verändert den Nährstoffgehalt. Bäume und andere Pflanzen können dadurch Mangelerscheinungen erleiden oder erst gar nicht genug Wasser über die Wurzeln aufnehmen.

 Gute Gründe um auf Alternativen umzusteigen. Sand und Splitt bieten hier eine Lösung. Statt die Eisschicht zu schmelzen erhöhen sie die Griffigkeit der Gehwege. Wenn Eis und Schnee abgetaut sind lassen sich die Reste wegkehren und entsorgen. Weitere ökologische Pluspunkte über diese Hausmittelchen hinaus bietet das Produkt Polarfuxx, das Ziegler-Erden auf den Markt gebracht hat. Dabei handelt es sich um ein Granulat aus mineralischem Blähton bzw. reinem Ton.

Der Ton wird gebrannt und dann gebrochen. Verwendet werden ein bis fünf Millimeter große Körner. Hierbei wird auch kein Schmelzprozess in Gang gebracht, sondern wie bei Splitt und Sand die Griffigkeit erhöht.

Im Frühjahr wird es aufgekehrt und kann auf Grünflächen oder Beeten verteilt werden und dort zur Verbesserung der Bodenstruktur beitragen.Wenn es mit Schmelzwasser in die Kanalisation fließt, ist das für Kläranlagen kein Problem. Mit seinem geringen Gewicht schwimmt es oben und verstopft somit keine Abflüsse.

 

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren


Leopoldina warnt vor Lockerungen bei Pestizid-Zulassung

Wissenschaftler fordern den Erhalt regelmäßiger Risikobewertungen

Leopoldina warnt vor Lockerungen bei Pestizid-Zulassung © stock.adobe.com / Nemanja Otic

Ende 2025 hat die EU-Kommission ihr sogenanntes ‚Food and Feed Omnibus‘-Paket vorgestellt, in dem eine Lockerung der EU-Zulassungsverfahren für Pestizide vorgesehen ist. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina warnt jetzt, dadurch würde das bisherige Schutzniveau für Mensch und Umwelt geschwächt. In einem Anfang Juni veröffentlichten Fokuspapier fordern die Autoren die Bundesregierung auf, sich für den Erhalt regelmäßiger wissenschaftlicher Risikobewertungen einzusetzen.

11.06.2026mehr...
Stichwörter: Nachhaltigkeit, Streugut

Alnatura nimmt neues Logistikzentrum in Groß-Rohrheim in Betrieb

30.000 Quadratmeter große Immobilie in Südhessen planmäßig fertiggestellt

Alnatura nimmt neues Logistikzentrum in Groß-Rohrheim in Betrieb © Alnatura / Anna Sebestova

Das neue Logistikzentrum Alnaturas im südhessischen Groß-Rohrheim ist fertig. Mit rund 30.000 Quadratmetern Hallen- und Bürofläche soll es dem Bio-Unternehmen künftig als zentraler Logistikstandort für die Versorgung des Filialnetzes dienen. Der Projektentwickler Aurelia Real Estate hat das Gebäude nach eigenen Angaben planmäßig nach einer Bauzeit von zwölf Monaten übergeben.

11.06.2026mehr...
Stichwörter: Nachhaltigkeit, Streugut