Start / Ausgaben / BioPress 82 - Janurar 2015 / Fairtrade – mehr Schein als Sein?

Fairtrade

Fairtrade – mehr Schein als Sein?

Dem blau-grünen Fairtrade-Siegel droht ein Glaubwürdigkeitsverlust. Seit die Universität London eine Wirksamkeitsstudie veröffentlichte, ist die Debatte um die Frage, ob denn das mit dem Label erwirtschaftete Geld auch bei denen ankommt, für die es gedacht ist, neu entbrannt. Dass mittlerweile nur noch 20 Prozent der Inhaltsstoffe eines Produkts aus fairer Produktion stammen müssen, um das Siegel tragen zu dürfen, wird als Green-Washing-Angebot für den Handel kritisiert. Trotz langjähriger Bemühungen des Vereins Transfair, über den Konsum faire Bedingungen für die Erzeugerbetriebe zu schaffen, steckt vieles noch in den Kinderschuhen.

Die meisten Käufer von Fairtrade-Ware glauben vermutlich noch, dass genau das Produkt, das sie erworben haben, von den Bauern stammt, die sie über den höheren Produktpreis subventionieren. Tatsächlich aber kann der erworbene Kakao, Tee, Rohrzucker oder Fruchtsaft von einer x-beliebigen Plantage im Produktionsland kommen. Denn das Geld, das der Transfair-Verein seit 23 Jahren mit dem Label erwirtschaftet, hat bislang kaum gereicht, um für die Fairtrade-Bauern im Süden der Welt eigene Verarbeitungskapazitäten und Infrastruktur aufzubauen. Ausnahmen bestätigen eher die Regel.

Immerhin ist es laut Dieter Overath, Geschäftsführer von Transfair Deutschland, einer Zuckerkooperative in Paraguay gelungen, durch Ansparung von Fairtrade-Geldern und anderen Hilfestellungen eine eigene Fabrik zu betreiben. Meist kommt die Ernte aber mit den Erzeugnissen herkömmlicher Bauern zusammen in die Verarbeitungsmaschinen großer Betreiber und wird später nur mengenmäßig, nicht qualitätsmäßig separiert.

Wer also meint, ein Fairtrade-Saft sei gesünder, weil Fairtrade-Bauern aus Gründen des Arbeits- und Umweltschutzes sparsamer mit Pestiziden umgehen, täuscht sich. Denn sobald das Konzentrat die Maschinen in Brasilien verlassen hat, gibt es keine Unterschiede mehr zwischen fair gehandelten und konventionellen Orangen.

Der Fairtrade-Kunde zahlt in den genannten Produktionsbereichen also „nur“ eine Art Entwicklungshilfebeitrag, ohne dafür die passende Ware zu bekommen. Das Siegel auf der Produktverpackung könnte auch auf dem 50 Cent günstigeren Saft im Nachbarregal stehen und umgekehrt. Folglich ist schon von Etikettenschwindel die Rede. Overath, der sich im Chat gegen den Spiegel-Bericht „Unfaire Geschäfte“ wehrt, sieht dies jedoch als derzeit einzige Möglichkeit, dass Fairtrade-Bauern ihre Ware verkaufen können.

Je mehr Händler auf das Siegel aufspringen, desto größer sei die Chance, eigene Verarbeitungskapazitäten aufzubauen und einen Herkunftsnachweis zu führen. Bei anderen Waren wie Bananen ist die Zuordnung der Produzenten zum Produkt dagegen möglich. Doch große Importeure nutzen das Siegel nicht zur Auslobung konventioneller Früchte.

Fairtrade-Anteil bei Produkten abgesenkt

Dass die faire Ernte bei Kakao, Tee, Rohrzucker und Fruchtsaft noch in der konventionellen untergeht, liegt zweifellos an der Zurückhaltung von Handel und Industrie, das Siegel stärker nachzufragen. Doch dort scheint sich seit der Absenkung des Mindest-Fairtrade-Anteils auf 20 Prozent eines Produktes einiges zu bewegen. Denn Mischprodukte wie Kekse mit Schokoladenüberzug kann der Handel seit wenigen Jahren mit dem Fairtrade-Logo ausloben und hat dadurch bei geringem Einsatz einen hohen Nutzen – schließlich liegt sozialverantwortliches Einkaufen im Trend und das Transfair-Siegel ist bei 80 Prozent der Deutschen bekannt und deshalb eine perfekte Orientierungshilfe.

Doch dem Kunden gegenüber fair wäre ein entsprechender Hin­weis auf den Verpackungen, dass nur ein Teil des Inhalts den Anforderungen des fairen Handels entspricht. Overath begründet die fehlende Deklarierung bei Mischprodukten mit einheitlichen Regelungen des internationalen Fairtrade-Zeichens. So seien die Verbraucher in anderen Ländern nicht so kritisch wie die deutschen Konsumenten. Transfair-Deutschland könne die auch aus seiner Sicht wünschenswerte Deklaration nicht im Alleingang umsetzen.

Partnerschaftsmodell soll mehr Absatz bringen

Ein Partnerschaftsmodell, durch das sich Unternehmen verpflichten, einen Teil der gesamten Beschaffungsmenge auf Fairtrade umzustellen, sorgt inzwischen für hohe Wachstumsraten: Ferrero will bis 2020 zu 100 Prozent Fairtrade-Kakao für die Produktion einsetzen. Mars, Lidl, Rewe, Kaufland und Aldi gehören inzwischen ebenfalls zu den Siegel-Verwendern. Die Absatzmenge habe sich damit in den ersten Monaten des Jahres 2014 schon versiebenfacht.

„Kakaobauern in Westafrika, vor allem an der Elfenbeinküste, können jetzt endlich mehr Kakao ihrer Ernte zu fairen Bedingungen absetzen", erläuterte Overath der Deutschen Welle. Bislang blieben zertifizierte Betriebe bzw. Genossenschaften auf einem großen Teil ihrer Ware sitzen und mussten sie konventionell vermarkten.

Der Spiegel beziffert die weltweiten Verkäufe aus Fairtrade-Betrieben, die nur wie konventionelle Ware bezahlt wurden, mit 61 Prozent bei Kakao, 87 Prozent bei Baumwolle und 93 Prozent bei Tee. Die von der Kontrollstelle FLOCert erhobenen Zertifizierungskosten dürften sich bei diesen Absatzmengen kaum auszahlen. Overath sieht das Verhältnis jedoch insgesamt positiv: 3,5 Millionen Euro Zertifizierungskosten stünden weltweit 90 Millionen Euro Einnahmen zuzüglich des Mindestlohns bei den Fairtrade-Bauern gegenüber.

Die arbeiten für uns, nicht für ihre Unabhängigkeit

Wer einen Entwicklungshilfebeitrag leistet, möchte im Allgemeinen bezwecken, dass sich der Adressat auch tatsächlich entwickelt und nicht dauerhaft auf Zuwendungen angewiesen ist. Doch dazu reichen die Einnahmen aus dem Transfair-System offenbar nicht aus. Jedenfalls klagen in einem Beitrag des österreichischen Senders ORF2 Bauern in Anbauländern über zu niedrige Preise für ihre Produkte.

Drei Viertel der Familieneinnahmen gingen für Nahrungsmittel drauf, sagt eine Bäuerin im Interview. Und von den Prämien, die es zusätzlich zum Mindestlohn gebe, sei mancherorts nicht viel zu sehen. So bestehe ein geplantes Schulzentrum schon seit Jahren nur aus Bauschild und Schotterhaufen.

Die Buchautorin Kathrin Hartmann (Ende der Märchenzeit) spricht denn auch davon, dass es sich bei Fairtrade-Produkten um Kolonialprodukte handele: „Die arbeiten für uns, nicht für ihre Unabhängigkeit.“ Das spiegelt sich auch in den Importregelungen der EU wider: Verarbeitete Produkte aus den Ländern des Südens werden mit Zöllen belegt, während Rohstoffe zollfrei eingeführt werden können. Ob Hilfe zur Selbsthilfe von den Kolonialherren im reichen Norden überhaupt gewünscht ist, bezweifeln Kritiker.

Denn mit einem dauerhaft schlechten Gewissen der Verbraucher lasse sich mehr Geld verdienen als mit Handelspartnern auf Augenhöhe, die mit Fertig- oder Halbfertigprodukten in der margenträchtigen Verarbeitung als Wettbewerber auftreten. Ständige Transfer-Leistungen hielten das System am Laufen, wenn diese immer so knapp bemessen sind, dass emanzipatorische Entwicklungen der Sklaven ausgeschlossen sind. Ist Transfair etwa nur ein Übersetzungsfehler von Transfer?

Tatsächlich deutet inzwischen vieles darauf hin, dass der vermeintlich faire Handel eher den Nutzen des Nordens als das Wohl der rund drei Million Kleinbauern im Süden der Welt im Blick hat. Er beugt einem möglichen Strukturwandel in Drittländern vor, der Rohstoffknappheit nach sich ziehen könnte, weil Bauern ihre Kinder vielleicht lieber in die Stadt schicken würden anstatt sie für Niedriglöhne zeitlebens die für den Norden wertvollen Rohstoffe ernten zu lassen.

Gerade jetzt, wo sich mit China ein neuer Markt mit kaufkräftigen Kunden entwickelt und westliche Verbraucher den sozialen Konsum für sich entdeckt haben, ist die Rohstoffsicherung höchstes Gebot. Die Gründung von utz Certified, einem Siegel, das vorgibt, den Bauern helfen zu wollen, aber ganz offensichtlich durch Ankurbelung der Produktion die Versorgung der multinationalen Verarbeiter mit Rohstoffen im Blick hat, ist sicher ein Beleg für die Kritik. Die Verknüpfung von Ertragssteigerungen und Agrarchemie ist aber keine Kombination für eine nachhaltige Entwicklung.

Studie: Fairtrade-Bauern schlechter bezahlt als konventionelle

Doch bei aller Kritik: Geld wird auf jeden Fall in den Süden transferiert und kann dort die Not zumindest lindern. Wie das Geld verwendet wird und wer etwas abbekommt, entscheiden demokratisch gewählte Vertretungen vor Ort. Doch ob überhaupt etwas an der Situation der Beschäftigten verbessert wird, ist auch aus Sicht von Wissenschaftlern fraglich.

So haben sich Forscher der School of Oriental and African Studies (SOAS), die zur University of London gehört, in Uganda und Äthiopien die Arbeitsbedingungen von Lohnarbeitern in der Schnittblumen-, Kaffee- und Teeproduktion angesehen. „Wir haben mit viel Sorgfalt Gegenden ausgesucht, in denen etablierte Fairtrade-Produktion dominiert und sie dann mit Gegenden ohne Fairtrade-Produktion verglichen“, sagte Bernd Müller, Coautor der Studie, im Gespräch mit der Deutschen Welle. In vier Jahren seien mehr als 1.800 Interviews geführt worden: Unter anderem wurden Arbeiter zu ihrem Lebenslauf und ihren derzeitigen Arbeitsumständen befragt.

Das Ergebnis: Die Löhne in den Fairtrade-Gegenden waren durchweg geringer. „Es ist dabei wichtig zu betonen, dass wir daraus nicht den Schluss ziehen, dass Fairtrade aktiv zu schlechteren Bedingungen beiträgt, dafür können auch andere Faktoren verantwortlich sein. Was wir mit großer Sicherheit und Repräsentativität sagen können ist, dass Fairtrade es versäumt hat, für bessere Bedingungen zu sorgen.“

Transfair hält eine selbst in Auftrag gegebene Wirksamkeitsstudie vom Centrum für Evaluation (CEval) an der Uni Saarbrücken dagegen, die zum gegenteiligen Ergebnis kommt: „Die Studie zeigt auf, dass Fairtrade-zertifizierte Kleinbauern in allen untersuchten Bereichen über leicht höhere und vor allem stabilere Einkommen verfügen als nicht-zertifizierte Produzenten. Zudem war die Produktivität der zertifizierten Produzentenorganisationen meist höher als diejenige der nicht-zertifizierten.“ Aber wie steht’s mit den Arbeitern?

Infrastruktur und moderne Technologien fehlen

Der Leiter der SOAS-Studie, Prof. Christopher Cramer, schildert gegenüber dem Journalisten Rossa Minogue, dass die Besitzer der größeren Höfe auch die seien, die die meisten direkten Vorteile hätten. Sie stellten auch häufig die Führungsriege der Genossenschaften.

„Es scheint, als ob die größeren Farmen, also diejenigen, die vermutlich ohnehin ganz gut auskommen würden, die einzigen sind, die von Fairtrade profitieren – also von einer Organisation, deren vermeintliches Ziel darin besteht, den Ärmsten der Armen zu helfen“, folgert der Journalist.

Cramer: „Fairtrade hat die Fantasie eines ländlichen Afrika voll von kleinen Familienbauernhöfen, die alle Land von ungefähr gleicher Größe besitzen, am Leben gehalten.“ Die Realität sehe anders aus. „Was wirklich einen Unterschied bei den Löhnen ausmachen würde, wäre eine bessere Infrastruktur und produktivere Technologien. Fairtrade ist kein Ersatz für den Strukturwandel, den wir gemeinhin Entwicklung nennen. Wenn man glaubt, dass es durch Fairtrade strukturellen Wandel, schnelle Reduzierung der Armut und erhöhte Produktivität geben wird, liegt man falsch“, so Cramer.

Im ORF2-TV-Beitrag wird auch kritisiert, dass bei den jährlichen Kontrollen auf einer großen Ananasfarm jeweils der Manager des amerikanischen Betreibers zugegen sei. Arbeiter prangerten deshalb Missstände nicht bei der Kontrollstelle an, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz hätten.

Ein Problem sei auch die Bezahlung von Wanderarbeitern. Sie werden dem Beitrag nach erst gar nicht über die Fairtrade-Zuwendungen aus den Industrieländern informiert und gingen leer aus. Die Andeutung von Cramer, dass die Verteilung an den Ärmsten der Armen vorbeigeht, gewinnt dadurch Konturen. Aber Missstände an der einen Stelle schließen Positives an anderer Stelle nicht aus. Die von Wissenschaftlern und Medien zusammengetragenen Erkenntnisse sind nicht repräsentativ, wenngleich 1.800 SOAS-Interviews mit Betroffenen eine beachtliche Zahl sind.

Situation bei Fairtrade-Kleinbauern verbessern

Fairtrade International verpflichtet inzwischen zertifizierte Plantagen zur schrittweisen Einführung existenzsichernder Löhne und möchte ebenfalls den Status von Arbeitern, die dauerhaft auf kleinbäuerlichen Kooperativen angestellt sind, verbessern. Auch hier ist die schrittweise Einführung existenzsichernder Löhne das Ziel.

Das werde dort allerdings viel schwieriger und langwieriger zu erreichen sein als auf Plantagen. Denn Kleinbauern seien auf dem unregulierten globalen Markt besonders durch Marktfluktuationen und fallen­de Preise gefährdet, heißt es in der Begründung bei Transfair-Deutschland. Die bislang gezahlten Mindestlöhne einzelner Länder hätten unter den tatsächlichen Lebenshaltungskosten gelegen, so die späte Erkenntnis. Kleinbauern in Entwicklungsländern stellen laut Verein 80 Prozent der Männer und Frauen im Fairtrade-System dar.

Horst Fiedler

 

Gepa verzichtet auf Fairtrade-Siegel

Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt (Gepa) verzichtet inzwischen weitgehend auf das Transfair-Siegel und nutzt ein eigenes fair+-Logo, um den fairen Handel, die Hauptaufgabe der GmbH, zu dokumentieren. „Der Gepa geht es darum, zu zeigen, dass wir mehr können“, heißt es bei Gepa unter Verweise auf hohe Anteile von fair gehandelten Rohstoffen in den Produkten (s. Tabelle). Langfristig werde ein Anteil von 100 Prozent angestrebt.

Mischprodukte, die mit Zutaten aus dem europäischen Raum hergestellt wurden, tragen soweit möglich das Naturland fair-Zeichen. So ist auch Schokolade „rundum fair“ sogar noch ein Stück weit Bio geworden. Für die Zertifizierung in Drittländern werden weiterhin Dienstleistungen des Transfair-Systems und andere Zertifizierer in Anspruch genommen. Die Gepa ist Pio­nie- rin des fairen Handels und hat kurz vor ihrem 40. Geburtstag den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 erhalten.
 

Gepa -Fair-Handelsanteil bei Mischprodukten

 

Fair-Handel-

santeil


100 %
über 75 %
über 50 %

Anteil der

Mischprodukte


52,4 %
77,0 %
93,0 %

Quelle: Gepa (Stand: Oktober 2014)

Fairtrade für Volkswagen

Die Reismühle Brunnen aus der Schweiz beliefert die Volkswagen Service Factory in Wolfsburg mit fair gehandeltem Reis.

Mit den drei Sorten Bio-Basmati-Reis aus Indien, Langkörniger Vollkornreis aus Nord-Thailand und dem Wildrice Mix aus den USA und Nord-Thailand erweitert Volkswagen sein Verpflegungssortiment. Damit ist das Unternehmen für die Reismühle das erste Betriebsrestaurant als Kunde in Deutschland.

In dem Fairtrade-Konzept der Reismühle Brunnen ist eine Vorausfinanzierung von 85 Prozent und eine Abnahmegarantie für die Bauern enthalten.

Durch diese zwei Maßnahmen können die Reisbauern ihre Lebensqualität verbessern und sich wirtschaftlich absichern. Das verwendete Saatgut produzieren sie selbst und bleiben damit unabhängig von ausländischen Saatgutherstellern. Insgesamt sind über 2.500 Bauern Teil der Kooperativen in Thailand und Indien.

 


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