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Eosta macht Boden gut

Bio-Fruchthändler kooperiert mit Welternährungsorganisation

Das Bio-Handelsunternehmen Eosta aus Waddinxveen in den Niederlanden führt seit 2012 die Kampagne Save our Soils (Rettet unsre Boden) in Partnerschaft mit der UN-Ernährungsorganisation FAO und der IFOAM durch. „Wir wollen für aktiven Bodenschutz werben und jeden Einzelnen ins Boot holen. Mit fast jeder Kaufentscheidung können wir uns für gesunde Böden einsetzen, wenn wir zu Bio-Produkten greifen“, erklärte Eosta-Geschäftsführer Volkert Engelsmann bei einer Rede in Rom am Tag des Bodens. Eosta ist Europas größter Importeur von biologischem Obst und Gemüse.

Eosta beschafft weltweit von mehr als 1.000 Erzeugern frisches O+G und versorgt den europäischen Einzelhandel vom Naturkostfachhandel bis Discount mit dem grünen Sortiment. Rund 120 Millionen Euro beträgt der Umsatz. Eosta ist alljährlich auf der Fruit Logistica in Berlin und eine Woche später in Nürnberg auf der Biofach vertreten und präsentiert sich dem Handel als nachhaltiges Unternehmen.

Um im globalen Bio-Fruchthandel Transparenz zu schaffen, bietet das Eosta mit Nature & More dem Verbraucher schon seit Jahren die Möglichkeit, die Produkte zurückzuverfolgen. Mit einem drei­stelligen Zahlencode auf der Verpackung, den der Kun­de auf der Internetseite eingibt, wird der Anbauer virtuell sichtbar. Wenn der Kunde die Ziffern

6 9 0 eingibt, gelangt er zu Warren Bam, der Speisetrauben in Südafrika anbaut. Die Ziffern ­5 6 5 führen zu Mango-Anbauer Zongo Ada­ma aus Burkina Faso in Afrika. So schafft der Importeur Vertrauen beim Konsumenten.

Nachhaltigkeit ist die Leitlinie des Unternehmens. Sie wird ver­sinnbildlicht durch die Nature & More Nachhaltigkeitsblume. Die Blume besteht aus den sechs Blättern Boden, Was­ser, Luft, Pflanzen, Tiere und Energie (Planet) und steht außerdem für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit (People). Diese Ressourcen bilden die Grundlage für die Lebensmittelerzeugung.

Ein Teil der Produkte von der Süd-Halbkugel trägt das Fairtrade-Siegel. Zudem sind zahlreiche Demeter-Produkte aus Europa und Übersee im Sortiment. Eosta liefert alles außer Kräutern: angefangen bei A wie Ananas aufgehört bei Z wie Zitronengras. Auch Exoten, Eosta nennt sie Tropical Wonders, sind im Lieferprogramm: Granadillas, Mamey Sapota, Maracuja, Kokosnuss und Tamarinde werden aus dem Süden importiert.

Aus Holland stammt Gewächshausware wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken und Pak Choy. Aus Freiland-Anbau gibt es Lauch und Karotten aus Oberösterreich, Zwiebeln und Knollensellerie aus Holland. Die Vielfalt ist beeindruckend.

Im LEH sind es oft Plastik-Verpackungen, die Bio-Produkte nicht völlig nachhaltig wirken lassen. Eosta tritt dem mit einer umweltfreundlichen Verpackung aus Zuckerrohrfasern entgegen. Die Fasern bleiben am Ende der Zucker-Produktion als Abfall zurück und werden zu Schalen, Folien und Etiketten geformt. „Bio-Bauern leben und arbeiten im Einklang mit der Natur. Diese Harmonie wollen wir auch mit unserer Verpackung wiederspiegeln“, erläutert Carlos Velasco von Eosta.

Bei Orangen stellte Eosta in dieser Saison fest, dass der Handel die Zitrus-Früchte zunehmend lose verkauft statt in den üblichen Netzen. „Bio-Obst und Kunststoffverpackungen passen nicht zusammen. Unsere bisherigen Erfolge ermutigen mich zu der Aussage, dass mehr Früchte verkauft werden, wenn sie unverpackt sind“, meint Zitrus-Einkäufer Pieter de Keijzer. Die beste Verpackung bei Obst ist keine Verpackung. Damit Bio erkennbar ist, und nicht verwechselt wird, braucht es dann Aufkleber.

Biofach, Halle 7 / 261

Eosta-Jubiläumsfeier für den Boden

Eosta feiert 2015 das 25jährige Bestehen. Aus diesem Anlass richtet das Unternehmen im internationalen Jahr der Böden vom 26. bis 29. Juni in Amsterdam einen Kongress mit prominenten Referenten aus. 100 Unternehmen und Organisationen unterstützen die Kampagne zum Schutz der Böden. Aus Deutschland haben sich der BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft), Demeter der NABU und die Sarah-Wiener-Stiftung der Kampagne angeschlossen.


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