Start / Bioland fordert Erhöhung der Flächenprämie

Bioland

Bioland fordert Erhöhung der Flächenprämie

300 Euro pro Hektar für Honorierung der Öko-Leistung

Derzeit verhandeln Bund und Länder über die Höhe der Flächenprämie für die Beibehaltung der biologischen Bewirtschaftung, die vom Bund über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) kofinanziert wird. „Wir brauchen jetzt ein klares Signal der Politik, dass Biobetriebe in Deutschland gewollt sind. Bund und Länder müssen die Weichen für mehr heimische Bioproduktion stellen, die von den Verbrauchern gefordert wird“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland.

300 Euro sind mindestens nötig, um die vielfältigen Leistungen des Biolandbaus für sauberes Trinkwasser, gesunde Böden und mehr Klima- und Tierschutz angemessen zu honorieren.

Seit Jahren steht der deutsche Biolandbau vor einem Widerspruch: Verbraucher und Politiker wollen mehr heimische Bioproduktion, der Markt wächst, aber kaum Flächen kommen hinzu. Die Biofläche wuchs 2012 um 1,8 Prozent und 2013 nur noch um ein Prozent. „Uns fehlt die heimische Ware“, sagt Plagge und fordert Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und seine Länderkollegen auf, den Ausbau des heimischen Biolandbaus stärker zu unterstützen.

„Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt darf das Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche auf Biolandbau umzustellen, nicht aus dem Auge verlieren“, erklärt Plagge. Derzeit werden nur 6,3 Prozent der Fläche in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.

Über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz finanziert der Bund Fördermaßnahmen der ländlichen Entwicklung mit einem Anteil von 60 Prozent. Die Honorierung der ökologischen Leistungen des Biolandbaus über die Ökoprämien ist eine davon. Bei der jetzt anstehenden Neuberechnung der Ökoprämie ab 2015 werden die Einkommensverluste gegenüber einer konventionellen Bewirtschaftung berechnet. Aktuell liegt der GAK-Fördersatz für die Beibehaltung der ökologischen Bewirtschaftung bei 180 Euro pro Hektar Acker- Grünland. Die Länder können die in der GAK festgelegte Prämienhöhe um bis zu 30 Prozent erhöhen oder reduzieren.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Verein ‚BioBündnis Niedersachsen‘ gegründet

Vernetzung zum Ausbau des Ökolandbaus

Verein ‚BioBündnis Niedersachsen‘ gegründet © ML

Fünf Bio-Verbände haben gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und dem Landwirtschaftsministerium von Niedersachsen den Verein ‚BioBündnis Niedersachsen‘ gegründet. Die Gründungsversammlung fand am 25. August in Verden (Aller) statt. Der Verein soll künftig als zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um den Ökolandbau dienen, Bio-Akteure vernetzen, Forschung und Wissenstransfer stärken und damit den ökologischen Landbau in Niedersachsen voranbringen.

07.09.2026mehr...
Stichwörter: Bioland, Prämien

Bio-Verbände starten ‚Taskforce Dürre‘

Mit gebündelten Kräften gegen die Futter-Knappheit

Bio-Verbände starten ‚Taskforce Dürre‘

Die deutschen Bio-Anbauverbände reagieren auf die angespannte Futtermittelsituation: Bioland, Naturland, Demeter, Biokreis, Biopark, Ecoland, Gäa und der Verbund Ökohöfe haben gemeinsam eine ‚Taskforce Dürre‘ ins Leben gerufen. Fachleute der beteiligten Verbände bündeln darin ihre Expertise, um Bedarfe aus Dürre-Regionen mit verfügbaren Futterressourcen zusammenzubringen und ihre Mitgliedsbetriebe bei der Suche nach Futtermittelquellen zu unterstützen.

19.08.2026mehr...
Stichwörter: Bioland, Prämien

Bioland warnt vor anhaltender Abhängigkeit von Düngerimporten

„Wir müssen weg von der Pflaster-Politik“

Die EU stellt europaweit 540 Millionen Euro aus der Agrarreserve bereit, um Landwirte angesichts hoher Energie- und Düngemittelkosten zu unterstützen. Rund 60 Millionen Euro entfallen auf Deutschland. Bioland bewertet die Soforthilfe als notwendige Entlastung für Betriebe mit Liquiditätsproblemen, sieht darin aber keine Antwort auf die strukturelle Abhängigkeit der Landwirtschaft von fossilen Energien.

27.07.2026mehr...
Stichwörter: Bioland, Prämien