Start / Ausgaben / BioPress 74 - Februar 2013 / Rewe eröffnet Green Building

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Rewe eröffnet Green Building

Supermarkt bringt Ökologie und Ökonomie in Einklang

Die Rewe Südwest hat in Neckarsulm im Landkreis Heilbronn ihr erstes Green Building eröffnet. Der moderne Bau verleiht der Nachhaltigkeitsphilosophie der Rewe architektonisch Ausdruck und beweist, dass Ökologie ökonomisch ist. 30 bis 40 Prozent des Energie-Bedarfs erzeugt die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, der Rest wird aus Ökostrom gedeckt. Das Gebäude ist grün, und auch das Sortiment wird durch neue Bio-Lieferanten grüner.

Das Rewe Green Building versteht sich als Gesamtkonzept aus moderner Architektur, energieeffizienter Technik und Solarstrom-Produktion. Der Supermarkt hat eine Tageslichtarchitektur. Das spart Strom für Beleuchtung. Die Rahmen-Konstruktion des Gebäudes ist aus Holz, und das Dämm-Material besteht aus Zellulose, also Papier.  Zur Fußbodenreinigung und Toiletten-Spülung wird Regenwasser genutzt, das in einer Zisterne gespeichert wird. Die Kühlregale sind verglast, damit keine Energie verschwendet wird.

Im Vergleich zu einem Standardbau braucht das Gebäude nur die Hälfte der Energie. Insgesamt wird der Markt CO2-neutral betrieben. In das grüne Gebäude investierte die Rewe rund drei Millionen Euro. Es ist Ausdruck der Nachhaltigkeitsstrategie im Konzern mit den Säulen Umwelt, grüne Produkte, Mitarbeiter, soziale Verantwortung.

Die Kunden erwartet auf einer Verkaufsfläche von 1.450 Quadratmetern ein Einkaufserlebnis. Dank Tageslicht ist die Atmosphäre freundlich und ansprechend. Rund 15.000 unterschiedliche Artikel bietet der Markt an. Eine kleiner Teil davon sind grüne Produkte.

Die Rewe zählt dazu Bio-, Fairtrade- und Pro Planet-Produkte des konzern-eigenen Nachhaltigkeitssiegels. In den Regalen steht die Eigenmarke Rewe Bio, die bekannten Bio-Dachmarken BioGourmet und Verival sowie die Artikel des Fairhandelshaus Gepa bilden einen Block im Trocken­sortiment. Andechser Bio hat einen großen Aufbau im Mopro-Regal und Bürger steuert frische Bio-Teigwaren bei.

Regionale Akzente setzen Bio-Winzer Stutz aus Heilbronn und die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH). Die erfolgreiche Bio-Dosenwurst wird verkauft. Das biologische SB-Fleisch- und Wurst-Sortiment ist erhältlich. In der Theke gibt es das Hohenloher Qualitätsfleisch ohne Gentechnik. Es trägt das rewe-eigene Pro Planet-Label.

Käpplein Bio trägt mit Fertig-Salaten nebst Dressings zu einem nachhaltigen Sortiment bei. Wem Qualität über den Preis geht, wird an den Feinkostsalaten seine Freude haben.

Geleitet wird der Supermarkt von Michael Döffinger, der gemeinsam mit seinem 30köpfigen Team das Flaggschiff betreibt. Das ist der Markt, gemessen an der Architektur. Geöffnet ist montags bis samstags von 7 bis 22 Uhr. Den Kunden stehen 100 Parkplätze zur Verfügung.

Vorbild des Supermarktes in Neckars­ulm ist das Green Building in Berlin. Dieses Pilotprojekt, das 2009 eröffnete, setzte einen nationalen und internationalen Maßstab für nachhaltige Handelsimmobilien. Als weltweit ersten Supermarkt zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das REWE Green Building in Berlin mit dem Prädikat in Gold aus.

Im Juni 2012 wurde das Green Building von der Konferenz der Vereinten Nationen bei der Vorstellung von Sustainia als eines der besten von weltweit 100 Nachhaltigkeitskonzepten gewürdigt, erklärte Rewe-Regionsleiter Andreas Schmidt bei der Eröffnung.

Anton Großkinsky


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