Start / Ausgaben / BioPress 74 - Februar 2013 / Deutsche See betreibt Eigenverbrauchsanlage

Deutsche See

Deutsche See betreibt Eigenverbrauchsanlage

Strompreis keine Verhandlungsmasse - eigener Strom geht ohne Netzeinspeisung direkt in die eigene Kü

Deutsche See Fischmanufaktur in Bremerhaven hat auf dem Dach des neugebauten Lagers für Fisch, Meeresfrüchte und Feinkost eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Sie produziert Solarstrom, der vollständig zur Energieversorgung des Lagers verbraucht wird.

Die Anlage ist eine der ersten industriellen Eigenverbrauchsanlagen in Deutschland, bei der Solarstrom ausschließlich im Betrieb eingesetzt wird. Deutsche See ist Marktführer in Deutschland, auch für Fisch aus biologischer Aquakultur.

Die Photovoltaik-Dachanlage erzeugt etwa 70.000 kWh umweltfreundlichen Strom im Jahr. Dadurch kann das Unternehmen rund 70 Tonnen CO2-Emmissionen vermeiden. Bereits in der Vergangenheit installierte Deutsche See in mehreren Niederlassungen im süddeutschen Raum Solaranlagen zur Gewinnung von umweltfreundlichem Strom.

Mit der Solaranlage auf dem Dach des Lagers geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter. Knud Vormschlag, zuständig für das Energiemanagement erklärt, was die Anlage so besonders macht: „Anders als viele andere, speisen wir den Strom nicht ins Netz ein, sondern verbrauchen ihn selbst. Das macht auch Sinn, denn die Anlage produziert genau dann am meisten Strom, wenn er zur Kühlung unserer frischen Produkte gebraucht wird, nämlich bei Sonne.“

Deutsche See, im Jahr 2010 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet, treibt mit der Bereitstellung des Solarstroms für die Produktion und Kühlung der Bremerhavener Manufaktur die Optimierung des Energiemanagements weiter voran. „Für uns ist die Investition in die neue Solaranlage ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Eigenversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien“, betont Vormschlag.


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