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Rewe hält Druck der Bauern nicht stand

Bauernverband erfolgreich gegen Preisdumping

(DBV, 28.9.2006) Nach massiven Protestaktionen der Bauern vor REWE-Märkten in ganz Deutschland und Protestschreiben an REWE-Chef Alain Caparros hat die REWE-Gruppe nun offensichtlich reagiert.

Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) feststellte, hat das Lebensmittelunternehmen damit begonnen, sein Billig-Angebot an Butter zurückzuziehen. Das Preisdumping-Angebot von REWE, das 250-Gramm-Päckchen Butter für 50 Cent zu verkaufen, was weit unter Einstandspreis ist, hatte Milchbauern aus ganz Deutschland zu Protestaktionen provoziert. Um ihren Unmut gegen das Verramschen von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln Ausdruck zu verleihen, zogen sie vor REWE-Märkte und zeigten den Geschäftsführern die "Rote Karte" . Mit Schleppern und Transparenten forderten sie die REWE-Gruppe auf, ihre Billig-Preisaktionen bei Molkereiprodukten sofort einzustellen. Ein solches Angebot sei unlauter und sittenwidrig, empörten sich die zahlreichen Milchbauern.

Auch DBV-Präsident Gerd Sonnleitner hatte massiv in die Diskussion eingeschaltet. Er wies darauf hin, dass fast 6 Liter Milch für 250 Gramm Butter notwendig seien. Auf das REWE-Angebot bezogen würde dies einen Erzeugermilchpreis von 8 bis 9 Cent je Kilogramm bedeuten. Dafür könne weltweit keine Milch erzeugt werden. Selbst der derzeitige Milchpreis von 28 bis 30 Cent pro Kilogramm sei für die Bauern noch nicht einmal kostendeckend. Der DBV-Präsident kritisierte das Geschäftsgebaren von REWE als Existenz vernichtend für die heimischen Milchbauern, mit dem der Handel die wertvolle Arbeitsleistung der Bauern zerstören würde. Die Milchproduktion sei immerhin für die deutsche Landwirtschaft der größte Einkommens- und Produktionsbereich. Rund 120.000 Bauern leben von der Milchproduktion.

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