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Zimmermann Bio verspricht Genuss

Sortiment frischer biologischer Teigwaren 2011 kräftig ausgebaut

Die Fleischwerke Zimmermann aus Thannhausen in Bayern haben ihre Bio-Marke optisch runderneuert. Auf der BioFach in Nürnberg sowie auf der Anuga-Sonderschau Voll-Bio zeigte der Hersteller seinen überarbeiteten Auftritt. Bio ist jetzt zurück unter der Dachmarke Zimmermann und löst Biolance ab. Die Fleischwerke sind Traditionslieferant im LEH und begannen 1996 mit der Herstellung frischer biologischer Teigwaren. Es folgten Wurstkonserven, Fertiggerichte und frische Wurst und Convenience. Die Frische erweiterte der Hersteller 2011 um vier Artikel.

Die Fleischwerke Zimmermann produzieren konventionell hauptsächlich Wurstwaren und biologisch hauptsächlich Teigwaren.  Der Bioanteil macht zwar lediglich 15 Prozent des Umsatzes aus, dennoch ist für Zimmermann dieser Produktbereich ein wichtiges Geschäftsfeld. „Wir sehen im Biosegment einen zentralen, langfristigen Wachstumsmarkt, der insbesondere für emotionale, profilierte Marken wie Zimmermann Chancen bietet“, nennt Marketingleiterin Dr. Katharina Märtz das vorrangige Ziel.

In Thannhausen im Regierungsbezirk Schwaben des Freistaates Bayern eröffnete Edmund Zimmermann 1894 eine Metzgerei. Daraus erwuchsen die Fleischwerke als Lieferant des Einzelhandels. Ende der 60er setzte Zimmermann einen Meilenstein mit der Weißwurst in der Dose. Seit 1989 gehört das Unternehmen zur Molkerei Ehrmann. 1995 kaufte Zimmermann zudem eine Nudelei und rüstete sich für das junge Segment frischer Teigwaren. 1996 liefen die ersten Zimmermann Bio-Teigwaren durch die Maschinen. Im LEH zählt Zimmermann zu den Bio-Vorreitern.

Fleisch ist die Kernkompetenz

Die Verarbeitung von Fleisch ist die Kernkompetenz des Unternehmens. Frische und konservierte Fleischwaren werden in Thannhausen hergestellt. Dazu kommen frische Teigwaren. DLG geprüft, ausgewogene Rezepturen, unverfälschter Geschmack, abwechslungsreicher Genuss, kein Hefeextrakt und kein Kurkuma lautet das Genuss-Versprechen der Fleischwerke Zimmermann.

Das Unternehmen verzichtet auf das Nudeln gelb färbende Gewürz Kurkuma und Hefeextrakt als Geschmacksverstärker. „Das ist eine gute Leistung. Da steckt viel Arbeit drin. Wir sind stolz darauf, das geschafft zu haben“, erzählt Qualitätsmanagerin Dr. Ruth Niemetz. Premium ist bei den Schwaben mehr als ein Wort und hört nicht bei den Bio-Richtlinien auf.

In neuer Optik zeigte Zimmermann sein Bio-Sortiment auf der BioFach in Nürnberg und der Anuga-Sonderschau Voll-Bio in Köln. Biolance wurde nach fünf Jahren abgelöst. Biolance wirkte wie eine Zweitmarke, hinter der Zimmermann zurücktrat. Jetzt thront der Schriftzug Zimmermann Bio als Dachmarke auf den Etiketten. Die Krone als Bild-Element symbolisiert den königlich-bayerischen Hoflieferanten, der Zimmermann einst war. Die Verpackungen sind nun in frischem Grün als Hauptfarbe gestaltet. Food-Fotos auf den Etiketten machen Appetit. Das europäische Bio-Siegel und die DLG-Medaillen sind auf der Vorderseite der Packungen abgebildet. Die Anmutung verheißt kräftigen Geschmack und Genuss.

Regionalität tritt trotz eines globalen Lebensmittelmarktes wieder stärker ins Bewusstsein der Verbraucher. In Thannhausen braucht es hier keine Rückbesinnung. Beschafft wird bei Fleisch regional und national. Die Bio-Eier kommen aus dem Landkreis. Der biologische Hartweizengrieß wird in Italien eingekauft. Das Gemüse für die Füllungen und Fertiggerichte liefern demeter-Erzeuger aus Bayern.

Stephan Kindler verantwortet den Bereich Produktentwicklung. Der Koch und Lebensmitteltechnologe setzt auf hochwertige Zutaten. „Zimmermann ist konventionell ein Qualitätshersteller und ist mit Bio weiter in Richtung Premium gegangen“, so der Entwickler.
Das setzt Produktentwickler Kindler in den Rezepturen um: „Wir versuchen, im Hinblick auf eine gesunde Ernährung den Salzgehalt unserer Bio-Produkte so stark wie möglich zu reduzieren und den vollen Geschmack mit Kräutern zu erzeugen. Das ist aber eine Gratwanderung.“ Bio-Kräuter sind jedoch teurer als Salz. Qualität hat ihren Preis. Zudem verwendet Zimmermann teureres Meersalz aus Frankreich statt des üblichen Steinsalzes.

Traditionelle Rezepturen

Das Sortiment hat regionale Wurzeln. Das lässt erahnen, wo die Fleischwerke stehen. Maultaschen, Spätzle, Wiener Würstchen haben in Schwaben Tradition. „Regionalität ist ein großes Thema. Das bringt Bewegung in den Markt“, stellt Marketingleiterin Dr. Katharina Märtz fest. Die regionalen Maultaschen, die Kalbfleisch-Leberwurst und die Mini-Frikadellen belegen beim Abverkauf die vorderen Plätze, dicht gefolgt von den Ravioli und den Wiener Würstchen.

Mit zehn Sorten frischer Teigwaren zeigt der Hersteller Vielfalt, davon sind Gnocchi al pomodoro e mozarella und Gnocchi al gorgonzola Saison-Artikel. Bei den frischen Produkten ist Bewegung im Sortiment. Die frischen Bio-Teigwaren baute der Hersteller 2011 um die drei Produkte Gnocchi pur, Ravioli al pomodoro e mozzarella und Tortellini mit Schinken-Käsefüllung aus. Bei der frischen Convenience kamen die Gemüsefrikadellen mit 20 Prozent Schweinefleisch dazu. Spätzle und Gnocchi gibt es ungefüllt. Maultaschen und Tortellini mit Schinken-Käse enthalten Fleisch. Die anderen Varianten sind mit Käse und Gemüse gefüllt, also auch für Vegetarier geeignet. 

Die Packungen mit Reiter eignen sich für eine Hängeplatzierung. Auf der Innenseite des Reiters gibt es Rezept-Tipps. Die 250-Gramm-Packung liegt im Handel meist bei 2,29 Euro. Eine Ausnahme bilden die Gnocchi und Spätzle. Da enthält die Packung 50 Gramm mehr.

Frisch gibt es insgesamt vier Wurst- und Convenience-Produkte: Mini-Frikadellen, Gemüse-Frikadellen, Kalbfleisch-Leberwurst und Rostbratwurst. Vier Wurstkonserven in Bio-Qualität ergänzen das Sortiment. Wiener, Lyoner, Leber- und Schinkenwurst zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Sorten bei den Konsumenten.

Die Konserven Bio-Suppen und -Eintöpfe sind nach frischen Teigwaren die wichtigste Gruppe im Bio-Sortiment von Zimmermann mit Klassikern wie Bohnen-, Linsen- und Erbsen-Eintopf. Die Suppen und Eintöpfe enthalten alle Fleisch für einen vollen Geschmack.

Convenience ist weiterhin ein Wachstumsmarkt im LEH. Chatten, simsen, downloaden, gamen und Social Media - da bleibt fürs Kochen wenig Zeit. Für die schnelle Bio-Küche gibt es das Sortiment von Zimmermann.

AG


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