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Rewe

Aktion für Nachhaltigkeit

Rewe mobilisiert ihre Kunden in Deutschland

Mit einer deutschlandweiten Aktionswoche vom 13. bis 18. September 2010 hat die Rewe der Öffentlichkeit ihr nachhaltiges Engagement vorgestellt. Die Aktionswoche mobilisierte Mitarbeiter und Kunden für das Thema. Die Konsumenten kennen den Handelskonzern noch nicht als grün. Sie hatten Gelegenheit, in den Verkaufsstellen von Discount bis C&C zu erleben, was der Begriff Nachhaltigkeit in der Praxis des Handels- und Touristikunternehmens bedeutet. In Handzetteln und Werbung zeigt der Konzern sein Billig-Gesicht mit Tiefpreisgarantie für die Einstiegsmarke ja. Da muss die Rewe noch kräftig am Image arbeiten, um bei Kunden auch als Hort der Nachhaltigkeit wahrgenommen zu werden.

 

 In vielen Märkten und Reisebüros sowie zahlreichen Standorten der Rewe-Gruppe in Deutschland und Österreich wird mit Informationen und Aktionen auf das nachhaltige Engagement aufmerksam gemacht. In den Supermärkten sprach Rewe auch die Kinder an. Die Broschüre Mampf mit Bewegungs- und Ernährungstipps für den Nachwuchs wurde kostenlos an allen Kassen verteilt. An zwei Tagen erhielt jedes Kind im Markt ein Stück Obst gratis. Pro Planet- und Bio-Produkte konnten probiert werden. Bio bot das Handelsunternehmen während der gesamten Aktionswoche mit zehn Prozent Rabatt an.

Bio-Baumwolle und konventionelle Tomaten mit dem Pro Planet Nachhaltigkeitslabel.{_umbruch_}

Mit speziellen Angeboten in Handzetteln und auf Plakaten machte der Discounter Penny zwischen dem 13. und 18. September seine Kunden auf nachhaltige Produkte aufmerksam: Über 40 mit dem Pro Planet-Label gekennzeichnete Produkte von Tomaten über Papier und Hygieneartikel bis hin zu Textilien hat der Discounter gelistet. Penny präsentierte diese Artikel in den deutschlandweit 2.400 Märkten. An von Auszubildenden organisierten Verkostungsständen werden Kunden in bis zu 300 Filialen Gelegenheit haben, die Bio- und Pro Planet-Produkte vor dem Kauf zu testen. Schließlich lockte während der Aktionswoche ein Gewinnspiel mit attraktiven und nachhaltigen Preisen wie Elektroauto oder -roller und Fahrräder.
REWE´s unternehmenseigene Nachhaltigkeitsstrategie.

Und auch die Business to Business-Einheiten haben Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit geplant. So bietet Fegro/Selgros Cash&Carry ihren Großkunden während der Aktionswoche insbesondere Artikel aus FSC-zertifizertem Tropenholz, Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, Fairtrade-Produkte und die Faire Milch an. Mitarbeiter der Zentralen dürfen sich über nachhaltiges Mittagessen in den Kantinen freuen. Dazu hat das Unternehmen ihre Köche im Vorfeld mit einem viertägigen Lehrgang zu Themen wie Bio-Essen oder Beschaffung nachhaltiger Produkte vorbereitet.

Übergreifendes Element der Aktionswoche für mehr Umwelt- und Sozialverträglichkeit war das neue Siegel Pro Planet für Eigenmarkenprodukte. „Mit Pro Planet wollen wir unseren Kunden eine Orientierungshilfe für nachhaltig produzierte Produkte geben“, erklärt Manfred Esser, Vorstand Strategischer Einkauf im Rahmen einer Pressekonferenz am zweiten Green Building von Rewe in Mainz. Mit dem Label werden solche Eigenmarkenprodukte gekennzeichnet, die durch ihre Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung Mensch und Umwelt deutlich weniger belasten und deshalb messbare positive ökologische und soziale Eigenschaften haben.

Erdbeeren aus Spanien mit wassersparender Tröpfchenbewässerung, die als erstes Pro Planet-Produkt im April Einzug hielten, sind rund 80 weitere Produkte in den Verkaufsstellen des Handelskonzerns gefolgt. Gemessen an den weit mehr als 1.000 Eigenmarken-Artikeln in den Regalen des Handelsriesen ist das noch nicht viel.  Die fairen Rewe Bio-Schokoladen sind Pro Planet gesiegelt. Eigentlich brauchen die Bio-Produkte das nicht. Das Bio-Siegel drückt die Nachhaltigkeit aus.

Bei den Pro Planet handelt es sich nicht um Bio-Produkte wie  Bernward Geier klar stellt. Mit seinem Unternehmen Colabora berät der Ex-IFOAM-Ge­schäfts­führer die Kölner ebenfalls und führt den Vorsitz im Nachhaltigkeitsbeirat des Konzerns.

Antion Großkinsky

 

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