Start / Business / Acrylamidbelastung bei Allos

Rückruf

Acrylamidbelastung bei Allos

Rückläufige Belastungen in Weihnachtsgebäck

Foodwatch, 30.11.2009   Gute Nachrichten für alle Lebkuchenliebhaber: Die Acrylamidbelastung in Weihnachtsgebäck ist weiter rückläufig. Dies ist das Ergebnis des regelmäßigen foodwatch-Tests, bei dem dieses Jahr elf Lebkuchen- und sechs Spekulatiusprodukte auf die krebsverdächtige Substanz hin untersucht wurden. Allerdings sind einzelne Backwaren nach wie vor hoch mit Acrylamid belastet.

Testverlierer sind die Bio-Elisen Lebkuchen von Allos mit einem Acrylamidwert von 510 Mikrogramm pro Kilogramm und Frenzel Echte Pulsnitzer Delikatess Lebkuchen mit 430 Mikrogramm. Die Ausreißer sind bis zu 30 Mal so stark belastet wie die Testsieger Bahlsen Contessa Schokolade und Bahlsen Grandessa Oblaten Lebkuchen (jeweils 16 Mikrogramm). Die vollständigen Testergebnisse sowie weitere Informationen zu Acrylamid finden Sie im Internet: http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/acrylamid/index_ger.html.

Mit den diesjährigen Ergebnissen setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. foodwatch testet seit 2002 Weihnachtsgebäck auf Acrylamid und veröffentlicht Werte und Namen der Produkte. Das wirkt: Viele Hersteller bemühen sich, mit Änderungen in der Produktion oder bei der Rezeptur die Entstehung der giftigen Substanz zu begrenzen. Umso unverständlicher ist es deshalb, dass die Lebensmittelkontrollbehörden, denen Tausende von Untersuchungsergebnissen vorliegen, ihre Werte weitgehend geheim halten. Vorsorgender Verbraucherschutz sieht anders aus - denn bei Acrylamid geht es darum, so wenig wie möglich zu sich zu nehmen.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Bio im Mainstream neu erzählen

Vortragsreihe zeigt Wege zu mehr Bio-Relevanz in der Praxis

Bio im Mainstream neu erzählen © Foto:KI

Wie kann Bio im Mainstream erfolgreicher werden? Eine neue Vortragsreihe von bioPress auf der nächsten Biofach geht dieser Frage nach und zeigt, wie ökologische Lebensmittel im Alltag der Menschen sichtbarer, verständlicher und relevanter werden können. Im Mittelpunkt stehen nicht moralische Appelle, sondern die Übersetzung von Bio in konkrete Kaufmotive, Sortimentsentscheidungen und die Handelsrealität. Die Reihe richtet sich an selbständige Kaufleute, Markenanbieter, Großhandel und die gesamte Bio-Branche.

07.08.2026mehr...
Stichwörter: Rückruf, Gesundheit

Ökomonitoring 2025: Kaum Pestizidrückstände in Bio-Lebensmitteln

Verarbeitete Bio-Erzeugnisse mit so wenigen Rückständen wie nie zuvor

Ökomonitoring 2025: Kaum Pestizidrückstände in Bio-Lebensmitteln © stock.adobe.com / metamorworks

Das Ökomonitoring Baden-Württemberg bescheinigt Bio-Lebensmitteln für 2025 erneut eine geringe Belastung mit unerwünschten Stoffen. Nur drei Gemüseproben wurden wegen erhöhter Pestizidrückstände beanstandet, beim Obst gab es in diesem Jahr keine Auffälligkeit. Für verarbeitete Bio-Erzeugnisse wird mit einer Beanstandungsquote von 1,1 Prozent ein neues Rekordergebnis gemeldet. Auch mit Blick auf Gentechnikfreiheit und die Echtheit von Bio-Produkten führten die Untersuchungen zu positiven Resultaten.

04.08.2026mehr...
Stichwörter: Rückruf, Gesundheit

Nitrat im Grundwasser: Deutschland liegt weit über EU-Schnitt

Evaluierung der EU-Nitratrichtlinie unterstreicht Handlungsbedarf

Nitrat im Grundwasser: Deutschland liegt weit über EU-Schnitt © stock.adobe.com / andov

Am Mittwoch hat die EU-Kommission die erste umfassende Evaluierung der EU-Nitratrichtlinie seit deren Inkrafttreten im Jahr 1991 vorgelegt. Während die Gesamtbilanz positiv ausfällt, sieht die Kommission mit Blick auf die Umsetzung auch Verbesserungsbedarf. Ein Sorgenkind bleibt Deutschland. Wird der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter EU-weit an zehn Prozent der Grundwassermessstellen überschritten, so sind es hierzulande 25 Prozent – das zweitschlechteste Ergebnis nach Malta.

17.07.2026mehr...
Stichwörter: Rückruf, Gesundheit


Bio beginnt beim Ich

Warum die Bio-Kommunikation Gesundheit nicht verschämt verstecken darf

29.06.2026mehr...
Stichwörter: Rückruf, Gesundheit