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Ökokiste diskutiert über die Zukunft des regionalen Bio-Lieferhandels

100 Branchenvertreter treffen sich beim Symposium in Kirchberg

Ökokiste diskutiert über die Zukunft des regionalen Bio-Lieferhandels © Ökokiste e.V.
Besichtigung des Ökokisten-Betriebs Hof Engelhardt in Untermünkheim

Der Verband Ökokiste blickt trotz schwieriger Marktbedingungen optimistisch auf die Zukunft des regionalen Bio-Lieferhandels. Rund 100 Branchenvertreter diskutierten beim Symposium in Kirchberg über Markttrends, B2B-Potenziale und die Frage, wie regionale Bio-Lieferbetriebe mit Profil und Haltung punkten können.

Den fachlichen Auftakt machten Christian Goerdt (Flotte Karotte) und Karl-Heinz Firsching (Boßhammersch Hof) mit einem Vortrag zu Future Food Commerce. Anhand von Einblicken in die Logistik und Prozesse führender Lebensmittel-Lieferdienstleister beleuchteten sie, wohin sich der Handel technisch bewegt – und was das für regional organisierte Lieferbetriebe bedeutet. Die Kernbotschaft: Ein ‚Weiter so‘ reicht nicht. Bestellprozesse müssten einfacher, individueller und komfortabler werden – ohne dass dabei Haltung und persönlicher Service verloren gehen.

Unter dem Titel ‚Warum Weitermachen lohnt‘ präsentierte die nächste Generation der Ökokisten-Unternehmer ihre Perspektive auf die Zukunft der Branche. Torsten Gauer von Isarland zeigte anschließend unter dem Stichwort ‚How2 B2B‘, welche konkreten Chancen und Anforderungen die Belieferung von Geschäftskunden mit sich bringt.

In einer offenen Plenumsdiskussion wurde über das Selbstverständnis der Branche diskutiert und dabei festgestellt: Trotz der herausfordernden Marktlage sei das Modell der regionalen Bio-Lieferbetriebe aktueller denn je. Einigkeit herrschte darüber, dass die eigenen Stärken – Regionalität, Transparenz, persönlicher Service, kurze Wertschöpfungsketten – konsequenter und selbstbewusster kommuniziert werden müssen. In Workshops vertieften die Teilnehmer Fragen rund um nachhaltige Kundenbeziehungen, Marketingmaßnahmen und Potenziale der Zusammenarbeit zwischen Lieferbetrieben.

Ein Höhepunkt des Programms war die Besichtigung des Hofs Engelhardt in Untermünkheim. Der Familienbetrieb in elfter Generation demonstrierte mit seiner neu errichteten Packhalle, wie gewachsene Strukturen und moderne Betriebslogistik zusammenpassen. Die Teilnehmer erhielten konkrete Einblicke in den Alltag eines Ökokisten-Betriebs: vom Gemüsebau über Packen und Beladen bis hin zum Marketing.

Der Verband Ökokiste e.V. vereint bundesweit rund 50 Bio-Lieferbetriebe, die regionale und saisonale Lebensmittel direkt an Privathaushalte, Unternehmen sowie Schulen und Kindergärten liefern. Ziel des Verbandes ist eine nachhaltige und regionale Lebensmittelversorgung mit fairen Handelsstrukturen.

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