Markt
Ohne Gentechnik-Markt wächst auf über 18 Milliarden Euro
Rund 18,1 Milliarden Euro wurden 2025 in Deutschland für ‚Ohne Gentechnik‘-Lebensmittel ausgegeben, über eine Milliarde mehr als 2024. Das Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr liegt damit bei rund 6,1 Prozent. Überdurchschnittlich war die Umsatzsteigerung mit 14,6 Prozent bei Geflügelfleisch und mit 9,3 Prozent bei Eiern. Den größten Anteil an ‚Ohne GenTechnik‘-Produkten machen mit 66 Prozent nach wie vor Molkereiprodukte aus, gefolgt von Geflügelfleisch mit knapp 23 und Eiern mit fast zehn Prozent.
„Die erfreulichen Zahlen zeigen: ‚Ohne GenTechnik‘ ist und bleibt ein solides Erfolgsmodell, das weiter wächst“, kommentiert Alexander Hissting, Geschäftsführer des Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Durch die geplante weitgehende Abschaffung der Pflichtkennzeichnung für Neue Gentechnik dürfe das ‚Ohne Gentechnik‘-Siegel bald nochmal an Bedeutung gewinnen, auch bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Kartoffeln und anderem Gemüse. Um die Gentechnikfreiheit weiterhin gewährleisten zu können, brauche es praktikable Koexistenz-Regeln. Die noch ausstehende endgültige Zustimmung des EU-Parlaments zur Deregulierung Neuer Gentechnik ist für Ende Mai terminiert und gilt laut VLOG als sehr wahrscheinlich.
Der ‚Ohne Gentechnik‘-Markt liegt weiterhin fast exakt gleichauf mit dem Bio-Markt, der 2025 um 6,7 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro gewachsen ist. Auch bei Bio-Lebensmitteln ist der Einsatz von Gentechnik grundsätzlich ausgeschlossen. Beide Sektoren zusammen stehen also mittlerweile für einen gentechnikfreien Lebensmittelumsatz von über 36 Milliarden Euro.
Die charakteristische grüne ‚Ohne GenTechnik‘-Raute wurde 2009 von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) als staatliches Siegel ins Leben gerufen. Um Vergabe und Kontrolle des Siegels kümmert sich der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).







