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Agrarpolitik

EU-Düngemittelgipfel: Bio-Branche fordert Ausstieg aus fossiler Abhängigkeit

Bio wirtschaftet krisenresilient ohne Kunstdünger

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordert anlässlich des Krisentreffens von Agrarkommissar Christophe Hansen mit der Düngemittel-Wirtschaft am kommenden Montag Bundesregierung und Europäische Kommission dazu auf, den Ökolandbau als Ausweg aus der Abhängigkeit von fossil erzeugten Düngemitteln in den Fokus zu nehmen.

Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des BÖLW:

„Der Krieg in Nahost zeigt einmal mehr, wie ohnmächtig wir sind, wenn sich fossile Quellen verschließen und globale Handelswege versperrt werden: Sogar unser täglich Brot gerät dann in Gefahr. Auch deshalb ist der Ökolandbau zu Recht ein Leitbild der EU: Weil Bio-Bauern und -Bäuerinnen ohne synthetische Düngemittel auskommen. Kreislaufwirtschaft schützt nicht nur das Klima, sondern bedeutet einen Ausstieg aus globalen Abhängigkeiten.

Agrarkommissar Hansen verfolgt das Ziel, bis 2030 jeden vierten Hektar Land auf Bio umzustellen. Herr Kommissar, lassen Sie jetzt den Worten Taten folgen:

  • Richten Sie die europäische Agrarförderung (GAP) konsequent auf resiliente Produktionsverfahren wie den Ökolandbau aus.
  • Legen Sie einen Ausstiegsfahrplan aus der Nutzung fossiler Betriebsmittel wie chemisch-synthetischen Stickstoffdüngern und Pestiziden vor.
  • Stärken Sie biologische Prozesse wie die natürliche Stickstofffixierung durch den vermehrten Anbau von Hülsenfrüchten.

Brüssel und Berlin müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Lebensmittel künftig nicht knapp werden können durch Kriege und Krisen, auf die Europa keinen Einfluss hat. Bio zu fördern, heißt, ein resilientes Ernährungssystem zu fördern. Mehr Bio bedeutet mehr Sicherheit und Zukunft für Deutschland und Europa.“

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