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Bio-Branche begrüßt geplante Vereinfachung der Öko-Verordnung

BÖLW fordert schnelle Umsetzung des Kommissionsvorschlags

Die EU-Kommission hat gestern einen Änderungsvorschlag zur Vereinfachung der EU-Öko-Verordnung vorgelegt. Der könne zur Funktionsfähigkeit und Stabilität des Bio-Marktes beitragen und für Betriebe Rechtssicherheit schaffen, kommentieren der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der europäische Bio-Dachverband IFOAM Organics Europe. Der BÖLW fordert nun eine rasche Verabschiedung ohne weitere Änderungen.

Positiv bewertet der BÖLW unter anderem die geplante Sicherung gleichwertiger Bio-Importe, den Verzicht auf zusätzliche Auflagen für die Bio-Geflügelhaltung sowie das Streichen neuer bürokratischer Vorgaben für Reinigungsmittel in der Bio-Verarbeitung. Auch Erleichterungen für die Gruppenzertifizierung im Globalen Süden stoßen auf Zustimmung.

IFOAM Organics Europe lobt den Vorschlag als „fokussierten und pragmatischen Ansatz“, der sich mit klar identifizierten Problemen befasse und gleichzeitig die Grundsätze und hohen Standards des Ökolandbaus vollständig bewahre. Der Geschäftsführer Eduardo Cuoco betont die Bedeutung eines stabilen Rechtsrahmens für den wachsenden Bio-Sektor. „Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten, um eine rasche Verabschiedung sicherzustellen und Rechtssicherheit und Kontinuität für den Bio-Sektor zu gewährleisten“, sagt er.

Auch die BÖLW-Vorsitzende Tina Andres fordert die Mitgliedstaaten und Abgeordneten der EU auf, sich nun nicht in Details zu verlieren und den technischen Vorschlägen der Kommission im Schnellverfahren zuzustimmen. Andernfalls würde die derzeitige Frist für Bio-Handelsabkommen Ende 2026 ablaufen, was den Import und Export von Bio-Lebensmitteln gefährdete.

Als nächster Schritt wird eine ‚Roadmap‘ erwartet, die heute von der Kommission veröffentlicht werden und den Vorschlag durch nachgelagerte Rechtsakte ergänzen soll.

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