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Naturland und Real Organic Project kooperieren

Joint Venture geplant

Naturland will künftig eng mit dem Real Organic Project (ROP) zusammenarbeiten, einer Graswurzel-Bewegung zur Unterstützung des Ökolandbaus in den USA. Ziel der Kooperation sei es, das Bewusstsein der amerikanischen Verbraucher für hochwertige Bio-Produkte zu stärken und so die Marktchancen für Bio-Bauern in den USA zu verbessern.

„Mit dem Real Organic Project haben wir einen Partner in den USA gefunden, der unsere Werte und Vision teilt. Gemeinsam können wir viel bewirken“, sagt Naturland-Geschäftsführer Steffen Reese. „Naturland ist uns mit seiner langjährigen und transparenten Arbeit für den Öko-Landbau eine Inspiration. Wir sind überzeugt, dass das Fachwissen von Naturland eine wichtige Orientierungshilfe für unser zukünftiges Wachstum sein wird“, unterstreicht Dave Chapman, Co-Direktor des Real Organic Project.

Beide Organisationen werden von Landwirten geleitet und verfolgen einen qualitätsorientierten Ansatz bei der ökologischen Erzeugung und Zertifizierung. Die Kooperation soll dazu beitragen, kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe nicht nur in den USA und der EU, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt zu unterstützen. Ein von beiden Parteien zu gründendes Joint Venture soll sich um die Zertifizierung von Bio-Verarbeitern in Nordamerika bemühen und zugleich den Import von Naturland-zertifizierten Produkten in die USA unter einem gemeinsamen Siegel ermöglichen.

Das Real Organic Project gründete sich 2018 als Reaktion auf die Entscheidung des National Organic Program (NOP), unter dem staatlichen Bio-Siegel ‚USDA Organic‘ künftig auch die Zertifizierung von Hydrokulturen und Massentierhaltung zuzulassen. Eine Gruppe amerikanischer Bio-Landwirte schloss sich daraufhin zusammen, um eine unabhängige Zusatzzertifizierung zum USDA-Label zu schaffen. „Damit sollten Betriebe die Möglichkeit bekommen, ihr besonderes Engagement für gesunde Böden und Tiere am Produkt zu kennzeichnen“, erläutert Dave Chapman, Co-Direktor des Real Organic Project. „Es gibt immer noch viele echte Bio-Betriebe in den USA, aber Greenwashing und Marketing der Konzerne machen es Verbraucher:innen und Landwirt:innen schwer, sich im Markt zurechtzufinden“, fügt Linley Dixon, Co-Direktorin des Real Organic Project, hinzu.

Das Real Organic Project zertifiziert derzeit über 1.000 Farmen in den USA und Kanada. Im Rahmen des Zertifizierungsprogramms engagiert sich die Organisation auch in der Bildungsarbeit, um die Bio-Bewegung zu stärken. Mit jährlichen Symposien, einer Podcast-Serie und wöchentlichen Newslettern bietet das ROP eine Plattform für Experten aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Bildung.

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