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Agrarpolitik

Neue Innovationsförderung stärkt mobile Schlachtung

Für mehr Tierwohl und regionale Wertschöpfungsketten

Im Rahmen des Innovationsprogramms des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist es ab sofort möglich, sich für eine Förderung von Innovationen für die mobile Schlachtung von Nutztieren zu bewerben. Innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen im Bereich der teil- und vollmobilen Schlachtung sollen damit gefördert und so der Ausbau der mobilen Schlachtung vorangetrieben werden.

Dazu erklären Dr. Anne Monika Spallek, Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, und Dr. Ophelia Nick, MdB:

„Seit Jahrzehnten beobachten wir mit Sorge einen Strukturwandel von kleinen, regionalen Schlachtbetrieben hin zu wenigen großen Schlachthöfen. Die Strukturen werden immer zentralisierter. Dabei sind kleinere Schlachtbetriebe und angeschlossene Fleischereien integraler Teil stabiler Nahversorgungsketten. Und immer mehr Menschen wollen wissen, woher das Fleisch, das sie essen, stammt und wie die Tiere gehalten und geschlachtet wurden. Dezentrale, nachvollziehbare Schlachtstrukturen und das Wohl der Tiere werden immer wichtiger.

Mobile oder auch teilmobile Schlachtung kann ein Lösungsansatz für mehr Tierwohl, für gute Einkommen für die Landwirtschaft und zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten sein. Denn hier werden viele Vorteile vereint: Die Schlachtung im gewohnten Umfeld direkt auf dem Hof bedeutet für die Tiere viel weniger Stress. Für die Landwirt*innen bietet sich eine gute Möglichkeit zur Direktvermarktung. Zudem können gerade kleine Schlachtbetriebe die Schlachtung im Herkunftsbetrieb als zusätzliches Geschäftsfeld nutzen.“



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