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Gesunde Ernährung

Veganuary: Probemonat vegan

DGVS erklärt Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung

Seit 2014 wirbt die englische Organisation Veganuary dafür, sich im Januar vegan zu ernähren. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V. erklärt, welchen Einfluss eine pflanzliche Ernährung auf Erkrankungen wie eine Fettleber oder das Darmkrebsrisiko hat.

„Viele Krankheiten sind lifestyle- und eben auch ernährungsbedingt. Ein Beispiel hierfür wäre Darmkrebs, sofern keine familiäre Häufung vorliegt“, erklärt Heiner Wedemeyer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie in Hannover und Mediensprecher der DGVS. Eine großangelegte britische Studie konnte zeigen, dass Vegetarier, Pescetarier, also Menschen die kein Fleisch, aber Fisch essen, und Veganer ein deutlich geringeres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken als diejenigen, die regelmäßig größere Mengen tierischer Produkte verzehren.

Kurzfristigere Effekte beim Umstieg auf eine pflanzenbasierte Ernährung würden sich schon nach einem Monat zeigen. „Eine Ernährung, die einen hohen Gehalt an Ballaststoffen hat, macht lange satt. Das vermeidet Blutzuckerspitzen, Heißhungerattacken, stabilisiert den Zucker- und Fettstoffwechsel in der Leber und senkt den Cholesterinspiegel“, erläutert Birgit Terjung, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie in Bonn und Vorstandsmitglied der DGVS. Eine bereits bestehende Fettleber könne sich dadurch regenerieren.

„Die Umstellung auf eine ballaststoffreichere Ernährung kann für den Darm zunächst eine Herausforderung darstellen, da er plötzlich deutlich geforderter ist – Verstopfung und Darmkrämpfe können eine Folge sein. Hier helfen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr und Bewegung“, rät Wedemeyer. Nach einiger Zeit normalisiere sich die Verdauung und die positiven Effekte würden überwiegen.

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