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200 Jahre Schwäbisch-Hällisches Schwein

Hohenloher Bauern feiern beim kulinarischen Erntedank das Jubiläum der ältesten deutschen Schweinerasse

200 Jahre Schwäbisch-Hällisches Schwein © BESH
Im historischen Zeughaus in Schwäbisch Hall feiern 300 Gäste das Jubiläum des Schwäbisch-Hällischen Landschweins mit dem Menü der Region.

Vor 200 Jahren wurde die Zucht der Schwäbisch-Hällischen Landschweine begründet. Der 23. kulinarische Erntedank-Festabend der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, zu dem sich am Samstag 300 Gäste im Historischen Zeughaus einfanden, war daher ganz der ältesten Schweinerasse Deutschlands gewidmet. 15 Köche und 20 Servicekräfte stellten ein 5-Gänge-Menü aus regionalen Spezialitäten zusammen. Außerdem wurden die diesjährigen Preisträger der Agrarkulturpreise Hohenlohe gewürdigt.

„Das Hällische Land ist das Land der Schweine, denn nirgends versteht man sich auf Schweinemast und Schweinezucht so gut wie im Hällischen, nirgends sonst wird sie in der Ausdehnung getrieben und nirgends trifft man die eigentümliche vorzügliche Race von Schweinen an, welche der Hällische Bauer hat“, zitierte Gastgeber Rudolf Bühler bei seinem Festvortrag aus dem Landwirtschaftlichen Correspodenzblatt des Jahres 1844.

Das Menü des Abends drehte sich ganz um das hochwertige Fleisch der Schwäbisch-Hällischen – vom Rüssel bis zum Schwanz. Unter Leitung des kulinarischen Patrons Lothar Eiermann hatten Ernst Kunz, Chefkoch vom Landhaus Rössle in Veinau, und Maximilian Korschinsky, Chef der Mohrenköpfle Gastronomie in Wolpertshausen, das fünfgängige Festmenü komponiert. Die Spezialitäten reichten von luftgetrocknetem Schinken mit heimischer roter Bete und Quitte bis zu Schweinefilet mit Bauernblaukraut und Mohrenköpfle-Biersauce.

Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Agrarkulturpreise 2021. Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin a. D., nahm den Hauptpreis von Rudolf Bühler entgegen. „Obwohl sie aus dem Heilbronner Land kommt, ist ihr die ländliche Entwicklung in Hohenlohe ein Herzensanliegen“, würdigte sie der BESH-Gründer. „Insbesondere ihr Engagement für die Bewerbung der Bio-Musterregion Hohenlohe und ihre Projekte zeigt ihr engagiertes Wirken für unsere Heimat.“

Passend zum 200-Jahr-Jubiläum zeichnete Bühler in der Kategorie Biodiversität den Zuchtleiter der Schwäbisch-Hällischen Landrasse, Albrecht Weber, aus. Bauernpfarrer i. R. Willi Mönikheim erhielt den Preis in der Kategorie Kultur und Soziales. In der Kategorie Ökologie wurde schließlich das Engagement des Bio-Bauern Anton Scheidel hervorgehoben, der sich in Wachbach bei Bad Mergentheim für den Erhalt alter Getreidesorten einsetzt.


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