Start / Business / Themen / Unfaire Produktionsbedingungen stoppen

Fairtrade

Unfaire Produktionsbedingungen stoppen

Ein Online-Seminar erläutert, wie das Sorgfaltspflichtengesetz durchsetzbar ist

Unfaire Produktionsbedingungen stoppen
Ein Beschwerdeverfahren soll die Handhabe liefern, faire Produktion und fairen Handel zu ermöglichen.

Am 3. März 2021 verabschiedete das Bundeskabinett einen Gesetzesvorschlag zum Sorgfaltspflichtengesetz. Es soll gewährleisten, dass importierte Waren ohne Menschenrechtsverletzungen und Umweltrisiken hergestellt werden. Ein Weg, um dies durchzusetzen, ist ein Beschwerdeverfahren. Wer es auf welche Weise handhaben kann, legt ein Online-Semninar offen.

Der Gesetzesvorschlag enthält zwar Schwachstellen, etwa dass Betroffene erst einen konkreten Hinweis auf Menschenrechtsverstöße liefern müssen, bevor Unternehmen belangt werden. Doch immerhin: Sie können in diesem Fall ein Beschwerdeverfahren nutzen. Auf der anderen Seite ermöglicht es Unternehmen, solchen Anliegen nachzugehen und negative Auswirkungen zu beheben oder wiedergutzumachen.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte will Hilfestellung liefern. In einem Online-Seminar erläutern sie Fragen wie: Welche Zielgruppen sollten die Möglichkeit bekommen die Verfahren zu nutzen? Wer im Betrieb trägt die Verantwortung für das Management? Über welche Kanäle wird das Beschwerdeverfahren angeboten?

Das Seminar richtet sich vorrangig an Bio-Unternehmen. Es findet am 1. Juni 2021 von 14 bis 15:30 Uhr statt. Die kostenfreie Online-Registrierung ist auf www.boelw.de/beschwerdemechanismus freigeschaltet. Anmeldefrist ist der 30. Mai 2021.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

EmpCo-Richtlinie tritt in Kraft

BÖLW, Fairtrade und DUH begrüßen strengere Regeln für Nachhaltigkeitskommunikation

EmpCo-Richtlinie tritt in Kraft © Adobe Stock / FS-Stock

Ab diesem Sonntag, 27. September, gelten in Deutschland die Vorgaben der EU-Richtlinie ‚Empowering Consumers for the Green Transition‘ (EmpCo). Sie verschärfen unter anderem die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sowie an Nachhaltigkeitssiegel in der Verbraucherkommunikation. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Fairtrade und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sehen die neuen Regeln als wichtigen Schritt für mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit auf dem Markt.

24.09.2026mehr...
Stichwörter: Fairtrade, BÖLW, Menschenrechte, Umweltschutz

GAP ab 2028: Verbände fordern mehr Differenzierung

Verbände-Plattform veröffentlicht Stellungnahme

GAP ab 2028: Verbände fordern mehr Differenzierung

Am Mittwoch beginnt die Agrarministerkonferenz in Würzburg. Zu diesem Anlass haben gestern 36 Verbände eine Stellungnahme zur nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 veröffentlicht. Nach dem Prinzip ‚Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen‘ soll die von der EU vorgesehene degressive flächenbezogene Einkommensstützung (DABIS) demnach stärker differenziert und insbesondere auf betriebliche Umweltleistungen ausgerichtet werden. Die Basisprämie solle außerdem im Schnitt so niedrig wie möglich ausfallen.

22.09.2026mehr...
Stichwörter: Fairtrade, BÖLW, Menschenrechte, Umweltschutz

GAP ab 2028: Verbände fordern Kurswechsel

Plattform warnt vor Rückfall in die pauschale Flächenförderung

GAP ab 2028: Verbände fordern Kurswechsel © Christoph Soeder

Rund 40 Verbände aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur-, Klima-, Verbraucher- und Tierschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit üben deutliche Kritik am derzeit diskutierten Vorschlag der EU-Kommission für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027. Bei einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin stellte die Verbände-Plattform gestern ihre gemeinsamen Forderungen vor – und warnte vor einem ‚Zurück zur Gießkanne‘.

02.12.2025mehr...
Stichwörter: Fairtrade, BÖLW, Menschenrechte, Umweltschutz