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Pestizide

Grundwasser in Gefahr

Bad Dürrheimer Mineralbrunnen engagiert sich für Grundwasserschutz

Eine Übersichtsstudie zum Zustand des deutschen Grund- und Trinkwassers zeigt, dass in punkto Grundwasserschutz Handlungsbedarf besteht. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sich insbesondere das Problem der Pestizid-Rückstände im deutschen Grundwasser in den letzten Jahren deutlich verschärft hat. Der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen hält daher Maßnahmen zum regionalen Wasserschutz auch in Deutschland für notwendig.

Weltweit gebe es eine Stickstoffkrise – so das Ergebnis der Übersichtsstudie der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. Durch die intensive Landwirtschaft werde Wasser mit Nitraten verunreinigt. Deutschland sei davon besonders betroffen: 28 Prozent aller Grundwassermessstellen wiesen Nitratwerte über dem Grenzwert von 50 mg/l für Trinkwasser auf – in intensivlandwirtschaftlichen Gebieten sogar wesentlich mehr.

„36 Prozent der deutschen Grundwasserkörper sind in einem schlechten Zustand. In Baden-Württemberg wurden bei 61 Prozent der untersuchten Grundwassermessstellen perfluorierte Chemikalien gefunden“, sagt Ulrich Lössl, Geschäftsführer des Bad Dürrheimer Mineralbrunnens. „Unbelastetes Grundwasser ist nur mit schadstofffreien Böden möglich. Deshalb fördern wir als Bio-Mineralbrunnen aktiv eine naturverträgliche Landwirtschaft in der Region.“

Beispielsweise liege der Wasserhorizont der Bad Dürrheimer Quellen in bis zu 170 Metern Tiefe. Bei seinem Weg in tiefe Erdschichten reinige und filtere der Untergrund das Wasser. Diese natürlichen Bodenkräfte zu erhalten sei daher von großer Bedeutung.

„Neben der Förderung der Ökolandwirtschaft ist hier auch der Erhalt der Artenvielfalt ein wichtiger Baustein. Denn artenreiche Blühwiesen und Äcker fördern die Selbstreinigungskräfte des Bodens und tragen so zur Reinheit des absickernden Wassers bei“, erklärt Lössl. Der Mineralbrunnen engagiere sich deshalb für Blühwiesen in der Stadt und Region Bad Dürrheim und sei seit 2019 Botschafter für einen blühenden Naturpark Südschwarzwald.

Außerdem gelte es, aktiv Klimaschutz zu betreiben. Der Klimawandel sei auch vor Ort spürbar: aufgrund seiner hydrologischen Merkmale weise der südliche Schwarzwald eine besondere Anfälligkeit für Wassermangel in Baden-Württemberg auf. Die Folgen seien versiegende Brunnen und schlechte Grundwasserqualität.


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