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Chance vertan

Keine Bio-Produkte im niedersächsischen Ministerium

Die Mitarbeiter des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums müssen weiterhin auf Speisen und Getränke aus dem ökologischen Anbau verzichten. In der Kantine gibt es kein entsprechendes Angebot. Gleichzeitig möchte das Land den Öko-Landbau stärken und ausbauen.

Im Zuge des „Niedersächsischen Weges“, einer Vereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Politik für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz, wird dem Öko-Landbau höchste Bedeutung zugemessen. Vertreter der Landesvereinigung ökologischer Landbau Niedersachsen (LÖN) fordern deshalb, auf Worte auch Taten folgen zu lassen, und vermissen ein konsequentes Handeln, um die ehrgeizigen Ziele im Hinblick auf den Öko-Landbau zu realisieren.

Bis 2025 sollen 10 Prozent und bis 2030 sogar 15 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Niedersachsen ökologisch bewirtschaftet werden. Derzeit sind es rund 5 Prozent, womit Niedersachsen bundesweit das Schlusslicht bildet.

„Die Umstellung auf Öko-Landbau braucht Unterstützung. Wir Landwirtinnen und Landwirte brauchen Abnehmer für unsere Produkte. Da sollten die Ministerien mit gutem Beispiel vorangehen gehen. Zumindest Teile der Belieferung in öffentlichen Kantinen sollten in ökologischer Qualität erfolgen“, sagt Thomas Morgenstern, Landwirt und ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der LÖN.

Dass es auch anders geht, zeigt Karlsruhe: Dort werden 25 Prozent der gelieferten Nahrungsmittel in öffentlichen Einrichtungen ökologisch erzeugt. Laut der LÖN hat das niedersächsische Ministerium eine große Chance vertan, die Rolle des Öko-Landbaus zu stärken und den selbst gesteckten Zielen einen Schritt näher zu kommen.

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