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Mehr Bio als gedacht

Steter Bio-Ausbau bei E-Center Jakobi

Mehr Bio als gedacht © bioPress, EM

Das E-Center Jakobi in Bensheim hat in den fast fünf Jahren seit Eröffnung seinen Anteil an Bio immer weiter erhöht. Der hervorragend sortierte Vollsortimenter setzt sich gut durch gegen die Konkurrenz von Alnatura und dm direkt nebenan. Plan für die Zukunft ist weiterer Ausbau im Bio-Sortiment – nach neuen Lieferanten und hochwertigen Bio-Produkten wird stetig gesucht.

Bei den Jakobis ist mit Marco Jakobi und seinem Bruder bereits die dritte Generation im Einzelhandel tätig. Heute besitzt die Familie zwei Filialen, die größte das E-Center in Bensheim mit rund 50.000 Artikeln auf etwa 3.600 Quadratmetern Verkaufsfläche. Hier bietet er alles vom Einstiegs- über das Basis-  bis zum Premiumsortiment. 2017 gewann das E-Center Jakobi den Edeka Supercup als Deutschlands bestes E-Center.

Die fast 400 Kundenparkplätze teilt er sich mit Alnatura und dm, mit denen er erfolgreich den Wettbewerb um die Bio-Kundschaft aufgenommen hat. Die nächste Erweiterung des E-Centers ist bereits geplant. Ab 2020 werden 500 Quadratmeter aus dem Vorkassenbereich übernommen und integriert, gedacht vor allem für den Ausbau von Frische und Bio.

Weder Marco Jakobi noch die Marktleiterin Sandra Schlieckriede können genau sagen, wieviel Bio zurzeit im E-Center umgesetzt wird. Für einen exakten Überblick hoffen sie auf LUNAR, das neue Warenwirtschaftssystem der Edeka, das jetzt eingeführt werde. Vor allem Sabrina Schäfer, zuständig für den Bereich MoPro, freut sich auf die dann offenstehenden Möglichkeiten, denn sie hat schon früher mit dem System gearbeitet.

Doch auch ohne die exakten Zahlen ist für Geschäftsführung und Mitarbeiter ohne Frage, dass Bio in allen Sortimenten dynamisch wächst – mehr als vor der Eröffnung des Bensheimer E-Centers im Juli 2015 gedacht.

Fachkraft speziell für Bio, Regional und Nachhaltigkeit

Die Kundenansprüche, was Gesundheit und Nachhaltigkeit betrifft, steigen immer mehr. Auch deswegen gibt es bei Jakobi mit Heike Weber-Hartmann eine Mitarbeiterin, die speziell für Bio, Regionalität und Nachhaltigkeit zuständig ist, und etwa überlegt, wo Verpackung eingespart werden kann.

Dabei unterstützt sie Ulrike Jakobi, ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung und Ehefrau von Marco Jakobi. Mit ihrer Bio-Affinität regt sie nicht nur ihren Mann an, das Bio-Angebot im Markt zu erhöhen – sie engagiert sich neuerdings auch im Nachhaltigkeits-Kreis der Edeka, in dem die Herausforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeit diskutiert und angepackt werden. Die Edeka hat bereits gute Ideen zur Umsetzung.

Suche nach Bio-Lieferanten ist schwierig

Ein Schwerpunkt von Heike Weber-Hartmanns Arbeit liegt auf der stetigen Suche nach weiteren Lieferanten; bei den bisherigen 40 wolle man nicht stehen bleiben. Das sei für sie nicht immer einfach: Sie habe auf den Bio-Fachmessen sehr stark die Fokussierung der Bio-Lieferanten auf den Fachhandel zu spüren bekommen. Solches Verhalten mache es schwer, den Bio-Anteil in den Regalen des LEH zu erhöhen.

Doch sie sucht weiter, aktiv unterstützt von der Geschäftsführung, auf Messen und zum Beispiel auch im Internet. Auf den Hinweis, auf der diesjährigen Anuga Sonderschau Organic Market werde eine frei zugängliche Online-Datenbank mit einem Biovollsortiment vorgestellt, reagiert sie begeistert. Sie wird zu denjenigen gehören, die ungeduldig auf eine Freischaltung warten.

Bedienungstheke Fleisch und Wurst

Kein Warten mehr nötig ist bei der Einführung von Bio-Fleisch an der Fleischtheke. Die sehr gut und aufwendig aufgemachten Bedientheken sind ein besonderer Blickfang im ganzen E-Center. Doch was Bio betrifft ist hier an allen Enden noch viel Luft nach oben. An der gesamten Fleischtheke ist bisher einzig Hähnchenbrust in Bio-Qualität zu haben.

Das werde sich ändern, führt René Gänzel aus, der Herr über die Frischemetzgerei ist. Schon in der nächsten Woche gebe es ein ganz neues Angebot: Bio-Fleisch vom Weiderind und Schwein vom regionalen Edeka-Fleischwerk. Das Rindfleisch stamme aus dem Umkreis von der Erzeugergemeinschaft Junges Weiderind aus dem Schwarzwald.

Hinter der Fleischtheke stände dann eine Fleischvitrine nur für Biofleisch zur Verfügung. So habe er keine Platzprobleme in der Theke.

Biofleisch wird nachgefragt

Gänzel ist der Überzeugung „die Leute wollen Bio“, schließlich werde es regelmäßig an der Theke nachgefragt. Zum Start des neuen Angebotes werde es vornehmlich ‚Edelteile‘ geben, sechs bis sieben vom Rind und vier bis fünf vom Schwein. Bei unserem nächsten Besuch können wir uns dann nicht nur vom neuen Angebot überzeugen, sondern auch hören, wie gut es angenommen wurde.

An der Wurst-Theke fallen sofort die Ständer mit Dauerwürsten von Rack & Rüther ins Auge, die Stracke gibt es auch in Bio. Dazu kommen noch Geflügelwiener vom Schäfer Bio-Geflügelhof, mehr Bio-Wurst geben die bisherigen Lieferanten nicht her.

Über 13 Meter Käsetheke – wenig Bio

Die Käsetheke im E-Center Jakobi ist eine besondere Attraktion: Auf über 13 Metern werden hier appetitlich präsentiert mehr als 400 Käsesorten angeboten. Die Kunden können nicht nur eine Vielzahl dieser Käse auch verkosten; auch andere Angebote wie toskanisches Bio-Olivenöl können probiert werden.

Diese Vielfalt wurde sogar durch den von der Lebensmittel Praxis ausgeschriebenen Käse-Star 2018 preisgekrönt.

Gerade bei einem so umfassenden Angebot ist schwer nachzuvollziehen, dass Bio-Kunden mit nur acht Sorten Hartkäse zufrieden sein müssen. Weichkäse gibt es hier gar nicht, die Liebhaber von Camembert gehen ganz leer aus. Im Prepack-Bereich der Theke findet sich noch ein Bio Gouda von Edeka.

An der schönen Fischtheke, sogar mit eigenem Räucherofen, wird dem Kunden ebenfalls noch keine Bio-Qualität geboten.

Bio-Obst und Gemüse ausschließlich von der Edeka

In der O+G-Abteilung zieht die Jakobio-Gondel die Kunden an. Eine Palette von rund 60 Sorten Obst und Gemüse stammt ausschließlich von der Edeka, vieles in Demeter-Qualität. Auch hier werden dringend weitere Bio-Lieferanten gesucht. Platz wäre genug da, mit den zukünftig anstehenden Erweiterungen, und Motivation auch.

Bio-MoPro stark vertreten

Die Molkereiprodukte locken mit einem vielfältigen Bio-Angebot. Hier ist dann auch Bio-Camembert zu finden, zumindest die Eigenmarke der Edeka. Bio-Produkte von Edeka Bio oder Alnatura stehen bei MoPro fast überall im Regal, ob Käsevarianten, Joghurt, Butter, Sahne, Creme fraiche, Sauerrahm, usw. Dazu kommen dann weitere Sorten von Herstellern wie Andechser, Arla, Bauer, Berchtesgadener Land, Campo Verde, Promavel, Unsere Heimat, Schwarzwaldmilch, Schrozberger, Söbbeke und Sterzing. Sogar den Speisequark kann der Kunde in Demeter-Qualität und im Glas von Schrozberger einkaufen.

Bioheumilch ist nicht nur von Unsere Heimat Demeter-zertifiziert und von der Schwarzwaldmilch, jeweils in der Mehrwegflasche, zu bekommen. Die Bioland Heumilch der Schwarzwaldmilch steht auch noch im Tetrapack im Regal, ebenso die Demeter-Heumilch der Bio-Heumilchbauern. Auch als Joghurt kann Heumilch genossen werden, von Andechser oder als Bio-Joghurt mild von den Heumilchbauern. Und Unsere Heimat bietet Demeter-zertifizierten Bio Heumilch Mozzarella.

Wer nach Schaf- und Ziegenprodukten sucht, wird ebenfalls fündig: Von Andechser gibt es Ziegenbutter und Ziegenfrischkäse, von Salakis Schafmilchkäse und von Alnatura Schafjoghurt.

Sogar das lang verschollene Kilogebinde Bio-Joghurt von Weideglück steht hier im Regal und als Kinderpackungen die Bio-Alpenzwerge von Berchtesgadener Land und Die Kleinen von Andechser. Koawachs Schokodrinks und jede Menge Milchalternativen von Alnatura, Alpro, Natumi, Oatly und Promavel ergänzen das Angebot.

Die für das MoPro-Sortiment zuständige Sabrina Schäfer ist stolz darauf, immer neue Bio-Produkte in ihre Regale zu bringen. Und gebe das denn keine Platzprobleme? „Dann wird eben gebastelt“, strahlt sie selbstbewusst.

Bio-Eier mit Gesicht

Groß aufgebaut sind die losen Naturland Bio-Eier der Marke Sonnenei vom Geflügelhof Leonhard Häde. Im Display darüber bekommt der Kunde in einem Imagefilm auch direkt erklärt, warum für die Bio-Eier ein höherer Preis verlangt wird. Dies werde von den Kunden gut angenommen, weiß Heike Weber-Hartmann. Es stehen auch diverse verpackte Bio-Eier im Eier-Regal.

Zusätzlich zu den Bio-Eiern werden die Freiland-Eier vom regionalen Geflügelhof Hartmann verkauft. Langfristige und faire Liefervereinbarungen mit Jakobi haben Hartmann nicht nur bei der Einführung nachhaltigerer Haltungsmethoden geholfen – er belegte in diesem Jahr den 1. Platz beim Tierschutzpreis Landwirtschaft Hessen – sondern er prüft auch die Umstellung auf Bio.

Bio-Brot von Herzberger und Georgs Mühlen Bäck

Mit einem rustikal gestalteten Display von Bio-Backwaren ist Herzberger präsent. Vor allem an Baguettes und Brötchen, teils in Demeter oder Naturland-Qualität, gibt es eine breite Auswahl.

Weitere Brote und Backwaren kommen von Georgs Mühlen Bäck aus Alzenau, manche ebenfalls Demeter-zertifiziert oder mit Bioland-Kennzeichnung. Die über den Tag nicht verkauften Brote und Brötchen gehen an die Bio-Bäckerei zurück und stehen dann am nächsten Tag zu frischem Semmelmehl verarbeitet im Regal. Heike Weber-Hartmann erklärt, bei den an die 18 angebotenen Sorten werde immer wieder etwas Neues ausprobiert.

Viel Bio-Auswahl - auch Außergewöhnliches

Das Trockensortiment ist mit den Bio-Produkten von Alnatura und den Edeka-Eigenmarken durchgehend gut bestückt. Zu diesem Basis-Sortiment kommen dann meist noch Highlights besonderer Bio-Anbieter. Die Siegel der Anbauverbände wie Demeter, Bioland oder Naturland sind auch hier auf etlichen der Bio-Produkte zu sehen – es wird an allen Ecken Bio in Premiumqualität geboten.

Beispielsweise beim Zucker: Es gibt Gepa Faires Fund, Rohrohrzucker von Davert, Coconut Sugar von Bioasia, Birkenzucker, Kokosblütenzucker und Rübenzucker von Planet Nature, Frusano Getreidezucker und noch einen weiteren Birkenzucker von Borchers. An Bio-Sirupen sind Ahornsirup, Reissirup und Dattelsirup von Edeka Bio und Alnatura, Kokosblüten-Sirup und Ingwer-Sirup von Borchers und von Eden Agaven-Dicksaft geboten.

Beim Mehl steht neben dem üblichen Sortiment an Getreidemehlen von Edeka Bio und Alnatura auch eine breite Auswahl von Unsere Heimat, Mehle in Demeter-Qualität von Campo Verde, sowie Kokosmehl von Dr. Goerg, Süßlupinenmehl von Gesund und Leben und fast ein Dutzend Sorten von Bauckhof. Auch spezielle Mehle von Borchers wie Kokos, Leinsamen, Hanf und Sojamehl sind angeboten.

Backen mit Bio ist hier im Trend

Das Mehlregal sei, so die für den Bereich zuständige Elke Wohlfarth, eine besondere Erfolgsgeschichte für Bio: „Bio ist nicht mehr weg zu denken“. Etwa die Hälfte aller angebotenen Mehle ist Bio – denn das werde am meisten nachgefragt. Sie bestelle von der konventionellen Ware, beispielsweise Aurora, ein bis zwei Packungen, bei den Bio-Marken seien es jeweils drei bis vier.

Backzutaten sind unter anderem von der Bio-Zentrale, RUF Bio, Lecker‘s und Nicole Gärtner zu haben. Für Kuchen kann der Kunde auf Backmischungen von Bauckhof und RUF Bio zurückgreifen, und auf Pizzateig-Mischungen von Bauckhof. Außerdem ein Dutzend Bauckhof Brotbackmischungen, und von Alnatura Sauerteig und Brotgewürz.

Allein 18 Sorten Samen und Saaten stammen von Planet Nature, dazu weitere von der Bio-Zentrale. Kokosprodukte wie Kokosraspeln und –Chips stellt Lien Ying und von Bioasia gibt es Kokosmilch, -Öl und -Zucker. Superfoods sind von der Bio-Zentrale, Naduria und Neoli im Angebot.

Konserven und Co.

Bei den Gemüse-Konserven überzeugt eine Markenvielfalt an Hülsenfrüchten von Alnatura, Bio Gusti, Bio Gourmet, Bio-Zentrale, Bonduelle Bio, Campo Verde und Davert. Jackfruit kommt von der Bio-Zentrale, diverse exotische Eintopfkonserven wie Karibischer Süßkartoffel-Eintopf von Eden, ein Dutzend Suppen im Glas von Little Lunch. Bio-Oliven, Bio-Peperoni, getrocknete Tomaten und Ajvar in Demeter-Qualität von Erhardt und vom Kiebitzhof Gläser mit Roter Bete, Mixed Pickels und Chutneys bedienen die Feinkostküche.

Fruchtmus gibt es in Quetschen von Edeka Bio, auch in Demeter-Qualität von Mogli, außerdem ein halbes Dutzend Freche Freunde von Erdbär. Dazu kommt das 7 Zwerge Mus von Bauckhof. Im Glas ist eine breite Auswahl von Bauckhof und Campo Verde zu haben.

Haltbare Dosenwurst ist in zehn Sorten von der BESH, der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, angeboten, vier davon auch in Demeter-Qualität. Dazu noch fünf Sorten von Unsere Heimat.

Essig, Öl und Gewürze

Es stehen verschiedenste Sorten von Bio-Essig–Öl im Regal und etliche Sorten Bio-Senf in der praktischen Tube von Steck, Urloffer Bio Manufaktur und von Campo Verde, zusätzlich zu den vielen Sorten im Glas. Die Bio-Gewürze sind von Herbaria und ProBio.

Nudeln

Im breiten Angebot von Bio-Nudeln fallen direkt die Nudeln von Alb-Gold in den neuen stabilen Papierverpackungen auf, die sich nachhaltig im Regal präsentieren.

Neben den Tress Tagliatelle mit Haferfaser kommen die Tabaluga Drachen-Nudeln besonders kindgerecht daher. Nudel und Reisalternativen aus Konjake gibt es von Vitanu.

Bio-Frühstück mit Cerealien und süßen und würzigen Aufstrichen

Frühstückscerealien stellt Bauckhof mit seiner Marke Müzli, andere Sorten gibt es von Campo Verde und der Bio-Zentrale. MyMüsli ist mit großen und kleinen toGo-Packungen vertreten. Dazu Porridges von RUF Bio, Rinatura und Davert und fast ein Dutzend Flocken von Bauckhof und weitere von Alnatura, Bio Gourmet und Campo Verde.

Als süße Aufstriche zum Frühstück sind einige Bio-Honige im Angebot, bei Marmeladen und Fruchtaufstrichen ein reichhaltiges Angebot von Fiordifrutta, von der Biologischen Landwirtschaft, von Bio Gourmet, von Sano und Chivers. Die Schokolade auf‘s Brötchen bringt hauptsächlich der niederländische Brinkers mit La Vida und It`s my Life.

Würzige Aufstriche kommen vor allem von Planet Nature: Über ein Dutzend Sorten Tapferes Lupinchen und Hanf im Glück reihen sich aneinander und bieten außergewöhnliche und einheimische Bio-Qualität.

Kaffee und Tee

Der Kaffee-Liebhaber kann außer auf GEPA, Café Intencion, Peru Café und die üblichen Bio-Alternativen von Edeka und Alnatura auch auf vier Sorten von Gooddaybio zurückgreifen, der social&fair Marke der regionalen Blank Roast. Kakao beschränkt sich auf Produkte von GEPA, der Bio-Zentrale und Koawach.

Im Tee-Regal ist 30 Mal Yogi Tee nach ganz unten verbannt, statt auf Augenhöhe. Die liefert Fruteg mit weiteren eigenen Bio-Tees im Klarsichtbeutel. Bio-Tees des Bremer Handelskontors und natürlich Alnatura, fast zwanzig Bio-Tees von Meßmer und Teekanne sind zu haben. Außerdem viel GEPA, dazu Tea Cup.

Schokolade

Bei Süßwaren ist der Bio-Genuss stark ausbaufähig, doch Schokoladen-Auswahl ist einigermaßen vorhanden. 19 Sorten von Vivani reihen sich an über ein Dutzend Schokoladen von GEPA, dazu kommt Frusano, iChoc, Veganz und wie üblich Alnatura.

Tiefkühlware

Von Gemüse und Pizza von Followfood, Natural Cool und Alnatura bis zu Krabben und Lachs ebenfalls von Followfood, von der Deutschen See und von Edeka Bio ist eine kleine TK-Auswahl vorhanden. Bei Bio-Eis gibt es eine sonst unübliche Auswahl von Langnese, Made with Luve, Sandro‘s Bio und Alnatura. Besonders die Kleinen ansprechen soll das Bio Minions Vanille&Cookies Eis von Healthy Planet, dessen Verpackung plastikfrei und kompostierbar sei.

Burger-Liebhaber werden gut bedient: Von Hänsel & Gretel steht Demeter-zertifizierter Bio-Spinat-Käse-Burger und Bio-Tofu-Seitan-Burger zur Auswahl. Eine noch nicht oft gesehene Besonderheit ist der Organic Burger aus ‚Uruguay Organic Beef‘ von The Frozen Butcher.

Alkoholische Getränke

Die Weinabteilung des E-Centers Jakobi sei für seine sehr gute Auswahl bekannt, hatte uns schon Marco Jakobi selbst voller Stolz vorbereitet. Auch in Bio-Qualität finden sich Weine aus jedem Herkunftsland. Dies geht bis zu wirklich guten Bourdeaux-Weinen wie dem Château Trapaud Saint-Émilion Grand Crû vom Jahrgang 2012, der seine 19,99  Euro wert ist. Bei den Spirituosen sind sogar zwei Bio-Gins im Sortiment, The Duke und Granit Bavarian.

Highlight beim Bier ist das regionale Bioland Bio-Bier des Brauhaus Bergmann. Fast ein ganzes Regal ist mit den über zehn Sorten gefüllt, von Apfelweizen bis Biodunkel. Auch Brauspezialitäten von Störtebeker sind in Bio zu finden und ein halbes Dutzend Biere von Neumarkter Lammsbräu.

Säfte, Erfrischungsgetränke und Mineralwasser

Mit Bio-Säften ist das E-Center gut ausgestattet. Das ganze Sortiment von Rabenhorst mit über 40 Sorten füllt das Regal. Dazu EOS, Beutelsbacher und Voelkel sowie Bio-Säfte von Jacoby und Unsere Heimat. Genauso reichhaltig werden Limonaden, Schorlen und diverse Tee-Erfrischungsgetränke angeboten.

Und auch ein Bio-Mineralwasser, angeboten von Bad Dürrheimer, Mitglied der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser, gehört ins Sortiment. Bei unserem Marktcheck hat es bei der Anlieferung gefehlt. Als Alternative könnte der Bio-Kunde zu den ebenfalls angebotenen Wassern des Bio-Pioniers St. Leonhards Quellen greifen.

Drogerieartikel und Putz- und Reinigungsmittel

Die Edeka-eigene vegane Naturkosmetikmarke Blütezeit ist in den Drogerieregalen genauso ausgestellt, wie Alkmene, Dr. Scheller, Lavera, Speick und Weleda. Von Seife über Lotionen bis Zahncreme stehen Bio-Produkte zur Auswahl.

Auch für das Waschen und Reinigen ist im E-Center Jakobi niemand auf konventionell angewiesen. Die Produkte von Klar, Almawin, Ecover und Frosch stehen bereit. Sogar Poliboy präsentiert verschiedene Bioreiniger.
Marco Jakobi mag nicht genau wissen, wie viel Bio er eigentlich in seinem E-Center versammelt – uns hat das Angebot beeindruckt. Wenn dann noch mehr Lieferanten hinzukommen und seine hervorragenden Bedienungstheken ihr Bio-Angebot erhöhen, muss sich die Kaufleute-Familie keine Zukunftssorgen machen: Hier hat der Verbraucher die Wahl.

Elke Reinecke

 

E-Center Jakobi 
Fabrikstr.2
64625 Bensheim

Eröffnet: 15. Juli 2015
Mitarbeiter: 129
Verkaufsfläche: 3.600 qm
Kassen: 11, nach Erweiterung zusätzlich 4 Self-Checkout 
Artikelanzahl: ca. 50.000
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 8 bis 22 Uhr


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