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Glyphosat: Von Kalifornien lernen

Zur Ankündigung des US-Bundesstaats Kalifornien, Glyphosat in die Liste mit Chemikalien aufzunehmen, die krebserregend sein können, erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:

„In Kalifornien steht Glyphosat nun offiziell auf der Krebs-Warnliste. In Deutschland dagegen fordert der zuständige Minister Schmidt vehement die Neuzulassung des Ackergifts. Neue, von seinen Behörden ignorierte Warnhinweise auf mehr Tumorbildung durch Glyphosat in den geheimen Monsanto-Studien tun Schmidt und sein Ministerium unverfroren als ‚längst bekannt‘ ab.“ Das sei verantwortungslos. Vor allem mit Blick darauf, wie man in Kalifornien damit umgehe.

„Aber auch bei Umweltministerin Hendricks schwindet der Widerstand gegen Glyphosat. Gegen ein paar Umwelt-Auflagen scheint sie bereit zu sein, der Glyphosat-Laufzeitverlängerung zuzustimmen. Dabei hatte Hendricks vor einem Jahr lautstark verkündet, mit ihr und der SPD werde es keine Neuzulassung geben, ‚solange die gesundheitlichen Risiken nicht restlos geklärt sind‘. Die Risiken sind aber aktuell alles andere als geklärt. Die Bundesregierung muss die neuen Krebs-Hinweise ernst nehmen – eine Glyphosat-Neuzulassung ist unverantwortlich“, so Ebner.


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Stichwörter: Glyphosat, Kommentar, Harald Ebner