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Grüne: Chance für Glyphosat-Ausstieg nutzen

Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot will gegen eine Neuzulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat votieren. Ein Sondergremium berät am 19. und 20. Juli in Brüssel über eine Verlängerung der Zulassung um zehn Jahre. Die Entscheidung ist für September geplant.

Die Grünen sehen in Hulots „klarem Nein“ eine „Chance, das Gift endlich vom Acker zu bekommen“. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, und Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik, fordern, Kanzlerin Angela Merkel und Agrarminister Christian Schmidt müssten „ihre Position im Interesse von Menschen und Umwelt revidieren, statt weiter den Agrarchemie-Konzernen die Stange zu halten.“ Und auch Umweltministerin Hendricks dürfe „sich nicht durch ein paar kosmetische Korrekturen umstimmen lassen. Die Stimmen der 1,3 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger gegen Glyphosat dürfen nicht überhört werden.“

Es tauchten immer neue Zweifel an der behördlich bescheinigten Unbedenklichkeit von Glyphosat auf. Diese müssten ernsthaft geprüft werden. Dass Glyphosat Gift für die Artenvielfalt auf den Äckern ist, stehe außer Frage. Ein weitgehend uneingeschränktes Weiter-So, wie von der Kommission vorgeschlagen, dürfe es nicht geben. Statt über den untauglichen Neuzulassungsvorschlag zu beraten, müssten die EU-Staaten jetzt in Brüssel endlich ein Szenario für den Glyphosat-Ausstieg entwerfen.

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