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Ostendorff: Gesetze und Verordnungen an Handwerksbetriebe anpassen

Beim Fachgespräch ‚Handwerksbetriebe entlasten – Bürokratie abbauen‘ am 27. April haben die Freien Bäcker, Vereinigung Norddeutscher Direktvermarkter, das Regional-Marketing Norder Fleisch, der Bundesverband Regionalbewegung und Neuland über die Probleme des landwirtschaftsnahen Handwerks diskutiert.

Dabei seien zahlreiche Benachteiligungen des Handwerks, einer wesentlichen Stütze des gebeutelten ländlichen Raumes, dargestellt worden, erklärte Friedrich Ostendorff, Grünen-Sprecher für Agrarpolitik. Kernergebnis: Das Handwerk sorge für Nahversorgung, Ausbildungs- und Arbeitsplätze und dürfe in Bezug auf bestimmte Regelungen nicht an der Großindustrie gemessen werden, die sich allzu gern mit den schönen ländlichen Bildern der Kleinbetriebe schmücke.

Das Handwerk müsse neu und für die Kundschaft sichtbar definiert werden, damit sich die guten Produkte von der Massenware der Industrie absetzen und die Behörden angemessen ihre Kontrollen durchführen können, ohne die Handwerksbetriebe mit ihren kleinen Strukturen und anders gearteten Betriebsabläufen kaputt zu machen, sagte er. Ein Beispiel: Ein Metzger mit drei Mitarbeitern – als letzter Nahversorger im Dorf – muss den bereits verpackten Fleischsalat anders versteuern als den Salat, den er vor Ort einfüllt und das für jedes Döschen einzeln. „Diesen und ähnlichen Unfug wollen wir langfristig beseitigen.“

Die Veranstaltung sei erst der Auftakt für weitere Runden, die in zu ändernde Gesetze und Verordnungen gegossen werden sollen, um dem Handwerk zu helfen. Lebensmittelhandwerk, die Bäcker und Fleischer, aber auch der Hofladen oder Marktbeschicker seien wesentlich Elemente für lebendige ländliche Räume.

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