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Schmidt präsentierte Zukunftsstrategie ökologischer Landbau

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat auf der Biofach in Nürnberg die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau vorgestellt, mit der die Bundesregierung das Nachhaltigkeitsziel 20 Prozent Ökolandbau erreichen will.

Die mit Vertretern der Bio-Branche erarbeitete Strategie sieht fünf Handlungsfelder vor, die als nationale Schlüsselbereiche für ein stärkeres Wachstum identifiziert wurden und zentrale Herausforderungen der Ökobranche aufzeigen:

1. den Rechtsrahmen zukunftsfähig und kohärent gestalten,
2. die Zugänge zur ökologischen Landwirtschaft erleichtern,
3. das Nachfragepotenzial voll ausnutzen und weiter ausbauen,
4. die Leistungsfähigkeit ökologischer Agrarsysteme verbessern und
5. die Umweltleistungen angemessen honorieren.

Wie diese Ziele erreicht werden sollen, beschreiben die den jeweiligen Handlungsfeldern zugeordneten 24 Maßnahmekonzepte. Sie sehen unter anderem eine stärkere Unterstützung der Forschung, etwa im Bereich der Pflanzenzüchtung, vor. Verbessert werden sollen auch die Rahmenbedingungen für den Pflanzenschutz im ökologischen Landbau.

Außerdem sollen die Aus- und Weiterbildung von Beratungskräften und die Beratung zum Einsatz von ökologischen Erzeugnissen in der Außerhausverpflegung gefördert werden. Damit auch in Zukunft konventionelle Landwirte auf Bio umstellen, sollen ausreichend Mittel bereitgestellt werden.

Um die Zukunftsstrategie zu verwirklichen, will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Mittel des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) auf 30 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Zudem sollen die Mittel der Eiweißpflanzenstrategie in den nächsten Jahren auf dem derzeitigen Niveau von 6 Millionen Euro fortgeführt werden.

SH

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