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Frischmilch

Milchspender – zum Selbstabfüllen

Aktiv gegen Verpackungsmüll

Milchspender – zum Selbstabfüllen
Marion Ziehrer, Gründerin des Bioladens Biosphäre mit Reinhard Manger, Bereichsleiter Lobetaler Bio-Molkerei am neuen Milchspender. 

Die Lobetaler Bio-Molkerei bietet einen Beitrag zu weniger Verpackungsmüll beim Einkaufen an. Mit dem neuen Milchspender können Kunden fortan ihre Milch selbst zapfen – auch ohne dafür gleich die Kuh ins Haus holen zu müssen.

Bereits zehn Bioläden und Cafés bieten den neuen Service für Frischmilch an. Durch bereitgestellte oder selbstmitgebrachte Flaschen können hier die Verbraucher je nach Bedarf ihre frische Biomilch selbst abfüllen. Dies spart vor allem die aufwändige Entsorgung von Tetrapacks. Die Bio-Frischmilch ist regional und stammt aus Brandenburg, durch diese kurzen Wege wird zusätzlich noch CO2 eingespart.

So bieten beispielsweise die Biosphäre in Berlin-Neukölln oder das Genusswerk in der Markthalle IX diesen Service an. „Unsere Kunden sind begeistert“, berichtet Marion Ziehrer, Gründerin der Biosphäre. „Denn damit sparen sie nicht nur jede Menge Müll, sondern erhalten auch ein echtes Frischeprodukt aus der Region.“ Insgesamt zehn Bioläden und Cafés in Berlin und Brandenburg beteiligen sich bereits an dem System. Abgefüllt werden kann die Milch in 0,5-Liter oder 1-Liter-Flaschen, die vor Ort käuflich erworben werden können. Aber auch selbst mitgebrachte Behältnisse sind zum Befüllen erlaubt.

Die pasteurisierte Vollmilch enthält einen Fettgehalt von 3,7 Prozent. „Auf eine Homogenisierung verzichten wir bewusst, so bleibt die Milch natürlich und besonders bekömmlich“, so Reinhard Manger, Bereichsleiter der Lobetaler Bio-Molkerei. Der Behälter besteht aus hochwertigem Edelstahl.

Mit dem neuen Milchspendersystem wird nicht nur die Entstehung von zu vielen Verpackungen vermieden, sondern deren oft auch problematische Entsorgung. Tetrapacks beispielsweise können nicht sortenrein entsorgt werden, da diese aus Mischmaterialen bestehen. Oft landen diese dann in der Verbrennung, ohne recycelt zu werden.

Die Lobetaler Bio-Molkerei steht für „soziale Milchwirtschaft“, denn hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam. Sie wurde 2010 gegründet und ist ein Betriebszweig der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH. Diese ist wiederum eine hundertprozentige Tochter der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die zum Verbund der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehört.


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