Start / Ausgaben / BioPress 50 - Februar 2007 / Niedersachsen ...das volle Programm!

BioFach

Niedersachsen ...das volle Programm!

Niedersachsens Biohersteller präsentieren sich auf der BioFach 2007

Die Bio-Ernährungswirtschaft ist in Niedersachsen ausgesprochen gut aufgestellt. Seit dem Jahr 2000 hat sich hier die Zahl der Bio-Verarbeitungsunternehmen mehr als verdoppelt.

In Niedersachsen wächst nicht nur die Zahl der Unternehmen, die einzelnen Unternehmen tun es auch. Beides zusammen weist deutlich auf die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der Branche hin, auch und gerade im Hinblick auf die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. 675 Verarbeitungsunternehmen sind in Niedersachsen derzeit gemäß Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 registriert, das sind im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich viele. Gut ein Drittel davon sind Hofverarbeiter (Hofbäckereien, -käsereien, -schlachtereien etc.), was aus der großen Bedeutung der Direktvermarktung im ökologischen Landbau resultiert. Hinzu kommt ein sehr großer Teil an handwerklichen Verarbeitungsbetrieben wie Bäckerei und Fleischerei.

Es gibt in Niedersachsen auch sehr viele mittelständische Verarbeitungsunternehmen von nationaler bzw. internationaler Bedeutung. Hierzu zählen echte Pioniere des ökologischen Landbaus, wie die Bauck KG, die Voekel KG, die Bohlsener Mühle und die Ulrich Walter GmbH (Lebensbaum). Aber auch einige Betriebs-Neugründungen haben sich erfolgreich am Markt etabliert, etwa die Ölmühle Solling oder die Firmen Ökoland und Pilzgarten.

Bei allen vorgenannten Firmen handelt es sich um Unternehmen, die ausschließlich Bio-Ware verarbeiten. Daneben sind in den letzten Jahren viele „konventionelle“ Verarbeitungsunternehmen erfolgreich in den Bio-Bereich eingestiegen, beispielweise die Wurstwarenhersteller Börner-Eisenacher und Müller’s Hausmacher oder der Kartoffelspezialist Snackmaster.

Das Land Niedersachsen unterstützt seine Bio-Ernährungswirtschaft in vielfältiger Weise. So war Niedersachsen 1997 das erste Bundesland, das mit den Aktionstagen Ökolandbau eine jährliche landesweite Verbraucherkampagne startete. Im Jahr 2002 wurde - bundesweit einzigartig - das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen gegründet. Darüber hinaus organisiert die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V. bereits seit fünf Jahren einen gemeinschaftlichen Messeauftritt auf der BioFach in Nürnberg.

Auf der anstehenden Messe vom 15. bis 18. Februar 2007 stellen 28 Unternehmen und Organisationen auf rund 350 Quadratmeter in Halle 6 dem Fachpublikum ein vielfältiges Spektrum an Bio-Produkten und Dienstleistungen vor.

Am Niedersachsenstand auf der BioFach vertreten sind: Bakenhus Biofleisch aus Großenkneten, BioKartoffel Nord aus Uelzen, Bio Markt Nord aus Nordstemmen, Börner-Eisenacher aus Göttingen, Die Räucherei aus Klein Meckelsen, Duprés-Kollmeier aus Neustadt, FRoSTA aus Bremerhaven, die Gartenbauzentrale aus Papenburg, die Gewürzmühle Nesse aus Loxstedt, Kornkraft Hosüne aus Huntlosen, Marschland Naturkost aus Otterndorf, die Milchkooperative Wendland aus Clenze, Müller’s Hausmacher Wurstwaren aus Ebstorf, Ökohof Gemüsehandel aus Suderburg, Öko-Korn-Nord aus Betzendorf, Öko-Obst Vermarktung Norddeutschland Parlasca Keksfabrik aus Burgdorf, Pilzgarten aus Helvesiek, Raiffeisen Agil aus Leese und Snackmaster Tiefkühlprodukte aus Schwarmstedt.

Zudem wird ein Team von Fachberatern der Gesellschaft für Ressourcenschutz, des Landwirtschaftsministeriums, des Kompetenzzentrums Ökolandbau und der Marketingsgesellschaft für Informationen rund um „Bio aus Niedersachsen“ am Gemeinschaftstand zur Verfügung stehen.

Die Leistungsfähigkeit niedersächsischer Unternehmen im Bio-Markt wird durch weitere Angebote unterstrichen. So weist eine Blockpräsentation mit ausgewählten Produkten insbesondere auch auf die zahlreichen niedersächsischen Aussteller hin, die sich mit eigenen Ständen auf der Messe präsentieren. Ergänzend wird in einer Broschüre über die auf der BioFach und Vivaness vertretenen niedersächsischen Unternehmen, ihre Produkte und die jeweiligen Hallen- und Standnummern informiert.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Von Matcha bis Kombucha: Streiflichter Biofach 2026

Weltleitmesse setzt Impulse für die Bio-Branche

Von Matcha bis Kombucha: Streiflichter Biofach 2026 © NürnbergMesse / Thomas Geiger

Vom 10. bis 13. Februar wurde die Biofach in Nürnberg erneut zum Treffpunkt der internationalen Bio-Community. 2.200 Aussteller aus fast 90 Ländern präsentierten Produktneuheiten von indischen Gewürzen über innovative Convenience bis hin zu funktionalen Getränken. Der Meetingpoint BIOimSEH setzte erneut Akzente für den selbstständigen Einzelhandel und versammelte rund 30 verschiedene Bio-Marken.

12.03.2026mehr...
Stichwörter: BioFach

Bio im Aufwind – Kommunen als Schlüssel

Großes Interesse an „Bio Komm’ mit“ auf der BioFach 2026

Bio im Aufwind – Kommunen als Schlüssel © Werner Ebert

Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wächst weiter – gleichzeitig verliert die regionale Produktion vielerorts den Anschluss. Auf der Weltleitmesse der Bio-Branche, der BioFach in Nürnberg, wurde deutlich: Städte und Gemeinden können zu wichtigen Motoren für Bio-Produktion und regionale Wertschöpfung werden. Die Initiative „Bio Komm’ mit“ unterstützt Kommunen dabei, dieses Potenzial gezielt zu nutzen.

04.03.2026mehr...
Stichwörter: BioFach

Biofach 2026: zwischen Vision und Marktrealität

Weltleitmesse setzt Impulse – und will auch künftig Bio bleiben

Biofach 2026: zwischen Vision und Marktrealität © NürnbergMesse / Thomas Geiger

Produktinnovationen, junge Perspektiven und Herausforderungen mit Blick auf politische Rahmenbedingungen und die Bio-Markt-Entwicklung: Vom 10. bis 13. Februar wurde die Biofach in Nürnberg erneut zum Treffpunkt der internationalen Bio-Community. 2.200 Aussteller aus fast 90 Ländern trafen auf knapp 32.000 Fachbesucher – womit die Teilnehmer-Zahlen erneut zurückgingen. Jeder zweite Besucher reiste aus dem Ausland an. Ein Fazit der Messeleitung: Auch in der Weiterentwicklung soll die Biofach nicht verwässert werden.

19.02.2026mehr...
Stichwörter: BioFach