EU-Ökoverordnung
Breite Ablehnung der Kommissions-Vorschläge
Experten-Anhörung im Agrarausschuss des EU-Parlaments
Bei der Expertenanhörung im EU-Agrarausschuss wurde die Kritik der europäischen Biobranche an den Vorschlägen der EU-Kommission erneut deutlich. Der noch vom ehemaligen EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos auf den Weg gebrachte Vorschlag zur Totalrevision der EU-Öko-Verordnung führt in die völlig falsche Richtung.
Statt die aktuellen Herausforderungen wie bessere Importregelungen für Bioprodukte voranzubringen, sollen Biobauern für die Kontaminierung durch die Intensivlandwirtschaft in Haftung genommen werden. Dadurch gibt es in der Folge in Europa nicht wie von den Verbrauchern gewünscht mehr regional erzeugte Bioprodukte, sondern weniger.
Die Experten betonten, dass eine grundsätzliche Beibehaltung der derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen zum ökologischen Landbau, die Verbesserung des bisherigen Kontrollsystems und der Regeln zum Import von Biolebensmitteln der richtige Weg zur Ausweitung des ökologischen Landbaus in Europa seien. Der Berichterstatter des EU-Parlaments zur EU-Öko-Verordnung Martin Häusling forderte die EU-Kommission auf, endlich den Weg für eine konstruktive Weiterentwicklung auf Basis der bisherigen EU-Öko-Verordnung frei zu machen.







