EU-Ökoverordnung
Die EU-Kommission konzipiert den Genickbruch für den Ökolandbau
Agrarexperten im Land warnen: Allein in Baden-Württemberg, dem europäischen „Stammland des Ökologischen Landbaus“, ist rund ein Drittel der ökologisch bewirtschafteten Flächen durch die geplante Revision der EU-Öko-Verordnung bedroht! Die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) verfolgt mit größter Sorge, wie die Europäische Kommission die bisherige Logik der Kontrolle im Öko-Sektor auf den Kopf stellen und den Erzeugerbetrieben dadurch die Basis ihrer Arbeit entziehen will.
„Wenn die EU-Kommission ihren Irr-Weg der Einführung einer durchgängigen, kostenintensiven Rückstandsuntersuchung ernst meint, müsste sie uns zugleich eine Käseglocke anbieten, unter der wir weiterhin Ökologischen Landbau betreiben können“, so AÖL-Geschäftsführer Dr. Christian Eichert. „Sollte die EU-Kommission ihren Entwurf nicht zurückziehen und der Agrarministerrat dem vorgelegten Entwurf nicht vehement widersprechen, wird der vorgegebene Weg einem Genickbruch für die Ökologische Erzeugung in einer der europaweit wichtigsten und historisch gewachsenen Erzeugerregionen gleichkommen.“







