Grüne Woche
Der Bio-Markt hat großes Potenzial
Landwirtschaftsminister verspricht Öko-Bauern Unterstützung
Zum Tag des Ökologischen Landbaus auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, hat Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die ökologische und ökonomische Bedeutung der Biobranche betont: „Der ökologische Landbau setzt Maßstäbe: Er schont die Ressourcen, wirtschaftet besonders umweltverträglich und orientiert sich noch stärker am Prinzip der Nachhaltigkeit“, sagte Friedrich.
Mit einem Umsatz von rund 22,8 Milliarden Euro konnte der europäische Biomarkt 2012 nach Erhebungen des EU-Forschungsprojektes OrganicDataNetwork ein gesundes Wachstum von sechs Prozent verzeichnen. Deutschland hatte daran mit 7,04 Milliarden Euro einen maßgeblichen Anteil. Auch in 2013 setzte sich der positive Wachstumstrend weiter fort. So konnte nach Analyse der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) beispielsweise der Absatz von Milch in 2013 gegenüber 2012 um 6 Prozent, der Umsatz sogar um 11,3 Prozent gesteigert werden. Auch bei Frischgemüse stieg der Umsatz in diesem Zeitraum um 6,7 Prozent.
„Wir brauchen Nahrungsmittel aus ökologischer und regionaler Erzeugung. Das wird von den Verbrauchern immer mehr gefragt. Der Biomarkt hat großes Potenzial, das die heimischen Bauern nutzen sollten. Wir müssen den Versorgungsanteil bei Bioprodukten aus heimischer Produktion weiter steigern. Dabei werde ich die Landwirte politisch unterstützen“, versprach Friedrich. Am Ende bleibe die Umstellung auf den Ökolandbau jedoch eine unternehmerische Entscheidung eines jeden Einzelnen.
Die Bio-Betriebe werden im Zuge der europäischen Agrarreform tendenziell gestärkt. Kleinere und mittlere Betriebe profitieren dabei besonders von der Förderung der ersten Hektare. Außerdem wird die zweite Säule gestärkt und damit auch unmittelbar der Bio-Landbau sowie zahlreiche Agrar-Umwelt-Maßnahmen. Das mache den Rahmen, innerhalb dessen gewirtschaftet wird, laut Friedrich deutlich attraktiver. Außerdem unterstütze Deutschland die Biobetriebe auch in der nationalen Agrarpolitik. „Ab 2014 gewähren wir in der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes höhere Fördersätze für Ökobetriebe“, sagte Friedrich.
Mit dem Bundesprogramm ökologischer Landbau fördert der Bund auch in diesem Jahr ein nachhaltiges Wachstum in der Branche. Mit den 17 Millionen Euro, die derzeit jährlich für das Programm zur Verfügung stehen, sollen Förderlücken geschlossen und Innovationen vorangebracht werden. „850 Forschungsvorhaben in etwas mehr als zehn Jahren haben bewiesen, dass man Schritt für Schritt besser werden kann. Ich bin fest entschlossen, diesen Weg weiterzugehen“, betonte Friedrich.







