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Bio-Siegel

Bio-Siegel: 65.000ste Urkunde überreicht

Bonn, 21.09.2012  |  Seit elf Jahren lassen sich mehrere tausend Unternehmen bei der Informationsstelle Bio-Siegel in der BLE beraten. Über 4.100 Firmen entschieden sich bisher, das staatliche Bio-Siegel freiwillig auf Produkten einzusetzen. Als 65.000ste Produkt ausgezeichnet: Ein Apfelsaft aus Thüringer Streuobstwiesen der Firma „GL ObstNatur UG“.


Dr. Hanns-Christoph Eiden, BLE-Präsident, überreicht die Urkunde für das 65.000ste Bio-Siegel-Produkt an Andreas Leps, Vorstandsmitglied der Grünen Liga e.V., und Grit Tetzel (l.), Geschäftsführung GL ObstNatur UG
„Für das Bio-Siegel hat sich ein junges Unternehmen entschieden, das als Ergebnis des von der ‚Grünen Liga‘ entwickelten Projektes‚ ObstNatur in aller Munde‘ entstanden ist“, sagte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), bei der Urkundenüberreichung für das 65.000ste Bio-Siegel-Produkt am 20. September 2012 in Weimar.

Bewusstsein für traditionellen Obstbau bewahren

Wer Streuobstwiesen pflege, daraus Produkte entwickele und eine Regionalmarke aufbaue und gleichzeitig die Verbraucher durch Aktionen einbinde, erhalte die Sortenvielfalt und stärke nachhaltiges Wirtschaften, erklärte Eiden. Das heute mit dem Bio-Siegel ausgezeichnete Produkt verbinde damit in besonders eindrücklicher Weise regionale Herkunft und Erzeugung nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus.

Das Ziel der für ihren Apfelsaft aus Streuobstwiesen ausgezeichneten „GL ObstNatur UG“ ist es, Bio-Streuobst aus Mittelthüringen aufzukaufen, mit regionalen Betrieben zu verarbeiten und diese Produkte in der Region zu vermarkten. Daneben fungiert sie als Ansprechpartner für Streuobstbelange und belebt so das Interesse sowie das Bewusstsein der Verbraucher für den traditionellen Obstbau.

87 Prozent kennen das Bio-Siegel

„Unternehmen wie der GL ObstNatur UG verdanken wir, dass die Lebensmittelwirtschaft innovativ bleibt und der Bio-Markt, der heute in Deutschland ein Volumen von 5,9 Milliarden Euro hat, weiter wächst“, so der BLE-Präsident. Die Attraktivität des Bio-Siegels bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist ungebrochen: Rund 87 Prozent kennen das Zeichen und dies ist insbesondere für 50 Prozent der Gelegenheits- und Zufallskäufern sehr wichtig. „Daher ist es aus Marketinggründen für viele Unternehmen sinnvoll, das Bio-Siegel weiterhin zu nutzen, auch neben dem europäischen Zeichen“, betonte Eiden.

Eiden: Vertrauen immer wieder neu bestätigen

Diese Attraktivität beruhe auf dem Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in eine besonders nachhaltige Produktionsweise und in die wirksamen Kontrollen des ökologischen Landbaus. „Dieses Vertrauen muss immer wieder neu bestätigt werden“, unterstrich der BLE-Präsident. Er begrüßte, dass sich die Verbände des ökologischen Landbaus ihrer besonderen Verpflichtung sehr bewusst seien und offen gegenüber den auch sie betreffenden, sich wandelnden gesellschaftlichen Anforderungen.

Seit mehr als elf Jahren gibt es das staatliche Bio-Siegel und seit 2006 ist die Informationsstelle Bio-Siegel in der BLE angesiedelt.

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