basic im LEH

Depots bei Feneberg und Tengelmann

Der Bio-Filialist basic aus München vertreibt seine Eigenmarke seit Ende 2011 auch extern bei anderen Lebensmittelhändlern. Aktuell gibt es die Eigenmarke in Supermärkten von Tengelmann im München, Berlin sowie im Rheinland und bei Feneberg im Allgäu. „Wir haben mit Tengelmann und Feneberg angefangen. Zunächst lag es nahe, sich regionale Partner zu suchen, die sich für Bio engagieren“, begründete Vorstandsvorsitzender Stephan Paulke die Strategie.

Prozesse und Personalien haben die Wahrnehmung der Münchener Bio-Supermarktkette vier Jahre lang geprägt. Unter Stephan Paulke ist 2011 wieder Handelsalltag eingekehrt. Die Kreativität fließt in Konzepte. Das Basic Depot ist eine Antwort auf das erfolgreiche Alnatura-Sortiment im Handel. „Der Raum München ist unser Kernmarkt und hier ist ein Verdrängungswettbewerb angesagt. Wir werden von Alnatura nicht nur mit eigenen Filialen angegriffen, sondern auch über die  Regale bei anderen Händlern“, erläutert Paulke.

Das Konzept verfolgt die Ziele Image und Ertrag. „Das Konzept lässt sich nicht trennen von den Basic Märkten. Basic wird durch das Filialerlebnis geprägt. Das Depot trägt dem Rechnung“, sagt Paulke. basic strahlt Bio-Kompetenz in Premium-Qualität aus. Die Handelspartner wollen sich damit als Bio-Einkaufsstätte profilieren. Aber das Sortiment muss auch Ertrag erwirtschaften. Der Partner misst den Erfolg an der Flächenleistung. „Beides muss passen“, macht Paulke klar. Für basic sind die Depots auch ein Botschafter für die eigenen Märkte, damit der Name zwischen den Marktführern Alnatura und Denn’s nicht vergessen wird.

Aus drei Regalen  mit je 1,25 Meter Breite  besteht das externe basic-Sortiment. Es kann klein, mittel und groß betrieben werden. Jede Einheit enthält rund 80 Artikel. Maximal stehen somit 250 Basic Bio Artikel im Markt. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt  enthält es nur Trockenprodukte. Frische ist kurzfristig nicht leistbar“, macht Paulke deutlich. Über den Regalen prangt ein Schild basic – Bio-Genuss  für alle. 

Allerdings ist eine basic-Invasion im deutschen Handel nicht die Vision von Vorstand Paulke: „Wir sind uns über unsere Größe im Klaren. Unser Konzept ist die selektive Distribution. Bio wird noch nicht überall angenommen“. An ungeeigneten Standorten will der Handelsmanager seine Ware nicht verstauben sehen.

Die Logistik liegt in Händen des Großhändlers Pural aus Baden-Baden, der bereits die Basic-Filialen beliefert. „Wir haben eine sehr umfängliche Zusammenarbeit mit Pural und in diesem Rahmen hat die Familie Claus die Betreuung der Depots übernommen“, gibt Paulke Auskunft. Da der Naturkost-Großhändler national arbeitet, sind die Badener-Badener idealer Partner, um die Ware bis nach Berlin zu bringen.

Eine Prognose über den Erfolg wagt der Manager nicht. „Der Anteil ist betriebswirtschaftlich noch klein. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass wir ein zweites Konzept haben“, bemerkt Paulke. Die Produkte stammen aus den Warengruppen Hülsenfrüchte, Getreideprodukte, Süßmittel, Essig, Öl, Konserven, Teigwaren, Pesto, Nudelsoßen und Getränke.

AG


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