Veranstaltung
Climate Fair Farms: Klimaleistungen erfassen und vergüten
EIP-AGRI-Projekt lädt zum Kick-off-Workshop am 5. und 6. Oktober
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Wie können agrarökologische Leistungen messbar gemacht, zertifiziert und wirtschaftlich honoriert werden? Diese Frage steht im Zentrum des neuen EIP-AGRI-Projekts ‚Climate Fair Farms – Klimaresiliente Leistungen in der Landwirtschaft fördern und in Wert setzen‘. Am 5. und 6. Oktober findet dazu der Kick-off-Workshop in der Akademie Schloss Kirchberg statt.
Durch Humusaufbau, Agroforstsysteme, Streuobstwiesen sowie eine klima- und ressourcenschonende Bewirtschaftung können landwirtschaftliche Betriebe Leistungen für den Klimaschutz erbringen. Das neue Projekt will ein praxistaugliches System entwickeln, um solche Leistungen zu erfassen, zu zertifizieren und zu vermarkten. Grundlage sollen einzelbetriebliche Klimabilanzen und Bodenanalysen sein, die in marktfähige Klimazertifikate überführt werden.
In der ersten Projektphase sollen 40 Betriebe beteiligt werden, darunter 20 ökologisch wirtschaftende und 20 konventionelle. Das Projekt baut auf den Erfahrungen des abgeschlossenen EIP-AGRI-Projekts ‚Climate Fair Pork‘ auf. Während dort produktbezogene Klimabilanzen und CO₂-Reduktionspotenziale entlang der Wertschöpfungskette im Mittelpunkt standen, soll bei ‚Climate Fair Farms‘ der gesamte landwirtschaftliche Betrieb betrachtet werden. Langfristig ist eine Ausweitung des entwickelten Systems auf weitere Betriebe vorgesehen.
Zum Kick-off-Workshop in der Akademie Schloss Kirchberg am 5. und 6. Oktober werden Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Beratung und Zertifizierung erwartet. Das Programm beginnt am Montag, 5. Oktober, um 10.30 Uhr. Nach der Einführung in das Projekt stehen klima- und biodiversitätsschonende Landbaumethoden, Tierwohl und die Reduktion umwelt- und klimarelevanter Emissionen sowie Humusaufbau und Bodenkohlenstoffspeicherung auf der Agenda. Außerdem werden die europäischen Rahmenbedingungen für Carbon Farming sowie die Verifizierung und Registrierung von CO2-Senken behandelt. Am Abend kommen Mitglieder der operationellen Gruppe ‚Climate Fair Farms‘ zum Austausch über Naturprämien sowie Klimaleistungen zusammen.
Die Veranstaltung am 5. Oktober steht (mit Ausnahme der Abendrunde) allen Interessierten offen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Der zweite Veranstaltungstag am 6. Oktober ist Projektmitgliedern vorbehalten. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnisse des ersten Tages, die Methodik der Datenerfassung, Validierung, Zertifizierung sowie Vermarktung von Klimazertifikaten.
Die Projektleitung liegt bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH); die Akademie Schloss Kirchberg ist ebenfalls an der Umsetzung beteiligt. Daneben sind Partner aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Beratung, Bildung und Vermarktung eingebunden. Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des ELER und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert.
Weitere Informationen sowie das Programm und die Anmeldemöglichkeit zum Kick-off-Workshop finden Sie hier.







