Verbände
Bio-Verbände starten gemeinsames System für Bio-Futterrohware
Einheitliche Kriterien und verbandsübergreifendes Antragsportal
Seit Anfang September 2026 können Futtermittelhersteller die Zulassung von Bio-Futterrohware über ein gemeinsames Online-Portal beantragen. Dafür haben mehrere Bio-Anbauverbände einheitliche Kriterien für die Prüfung und Zulassung entwickelt. Das neue Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem (QHS) soll den bislang verbandsbezogenen Antragsprozess vereinfachen und die Anerkennung zugelassener Rohwaren zwischen den beteiligten Verbänden ermöglichen.
Das gemeinsame System ist eine Initiative der Bio-Allianz. Zu ihr gehören die elf Anbauverbände Bio Austria, Bioland, Biokreis, Bioland Südtirol, Biolandwirtschaft Ennstal, Gäa, Demeter Österreich, Bio Suisse, Biopark, Verbund Ökohöfe und Ecoland. Außer ihnen sind auch die Verbände Demeter und Naturland am neuen QHS beteiligt.
Der Mehrwert: Statt dieselbe Rohware einzeln bei verschiedenen Verbänden beantragen zu müssen, können Futtermittelhersteller sie nun gebündelt über das gemeinsame Antragsportal einreichen. Die Rohware kann dabei mit beliebigen Anteilen auf die teilnehmenden Verbände aufgeteilt werden. Die Prüfung erfolgt durch einen Verband; eine erteilte Zulassung wird grundsätzlich von allen beteiligten Verbänden anerkannt. Dadurch soll das gesamte System entlastet und widersprüchliche Zulassungsentscheidungen sollen verhindert werden.
Grundlage für das QHS sind einheitliche Kriterien für die Prüfung und Zulassung von Bio-Futterrohware, die Bio Austria, Biokreis, Bioland, Demeter, Gäa und Naturland im Laufe der vergangenen Monate gemeinsam entwickelt haben.
„Mit dem gemeinsamen Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem schaffen wir einen wichtigen Schritt zu mehr Effizienz und Einheitlichkeit in der Bio-Futtermittelwirtschaft. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass Herkunft, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Integrität der Lieferketten auf höchstem Niveau wie bisher gewährleistet bleiben“, verkünden die beteiligten Verbände der Bio-Allianz in einem gemeinsamen Statement.







