Podcast
Der Wert von Bio: Mythos oder Zukunft der Ernährung?
SET-Geschäftsführer Edmund Pillekamp trifft in der 11. Folge des Podcasts Foodynsider erneut auf bioPress-Herausgeber Erich Margrander
Ist Bio wirklich die bessere Wahl oder eine erfolgreiche Marketing-Idee der Lebensmittelbranche? Steht das Label für mehr Qualität, mehr Gesundheit, mehr Nachhaltigkeit? Und wird Bio irgendwann Standard sein? In der 11. Folge des Podcasts Foodynsider vom Symposium Essen und Trinken (SET) stellt SET-Geschäftsführer Edmund Pillekamp kritische Fragen zu den Hintergründen von Bio. bioPress-Herausgeber Erich Margrander steht Rede und Antwort.
„Bio hat die Lebensmittelbranche überrollt – nicht umgekehrt“, ist Margrander überzeugt, und erklärt, weshalb die Grundfesten der Bio-Zertifizierung – von der Freiheit von Pestiziden, Kunstdüngern und Zusatzstoffen bis zu Tierhaltungsvorschriften – nichts mit Greenwashing zu tun haben.
„Wir überleben, wenn wir Lebensmittel zusammen mit der Natur generieren, anstatt die Natur auszubeuten. Wir werden krank, wenn wir degenerierte Lebensmittel essen“, so der bioPress-Herausgeber.
Angesichts von Problemen wie des Pestiziddrifts durch die Luft sei komplette Schadstofffreiheit in Deutschland heute schwer zu erreichen – die Belastung sei aber um ein Vielfaches geringer, als wenn Pflanzen direkt behandelt werden. Deshalb lohne es sich allemal, für Bio Geld auszugeben.
Dabei beschränke sich der Gesundheitswert von Bio nicht allein auf die Freiheit von Pestiziden. Noch wichtiger sei der Verzicht auf ‚Doping‘ der Pflanzen mit Kunstdüngern. „Eine Pflanze, die sich mit der Natur auseinandersetzen muss, hat einen anderen Geschmack und mehr Nährstoffe“, erklärt Margrander.
Im aktuellen ‚Gesundheitszeitalter‘ würden die Mehrwerte von Bio sich immer weiter verfestigen und mehr Leute erreichen. Der Zusammenhang eines gesunden Mikrobioms im Boden und eines gesunden Mikrobioms im Darm werde heute intensiv erforscht und belegt. Langfristig würden sich die Menschen von schadstoffhaltigen Lebensmitteln abkehren. „Bio wird das Rennen machen – wenn nicht heute, dann morgen.“







