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AöL-UnternehmerInnentag: Impulse für eine resiliente Bio-Branche
Bio-Hersteller diskutieren über Strategien für die Zukunft
© Johannes Kiefer
Steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und wachsender Wettbewerbsdruck: Wie können sich Bio-Hersteller in einem zunehmend anspruchsvollen Markt behaupten und gleichzeitig nachhaltig wirtschaften? Mit dieser Frage beschäftigte sich der erste UnternehmerInnentag der Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) im Museum im Kulturspeicher in Würzburg. Praxisnahe Impulse gab es zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Ausbildung und Markenentwicklung.
Felix Ahlers, Vorstandsvorsitzender von Frosta, hob die Bedeutung von Transparenz für den Unternehmenserfolg hervor. Ohne das Frosta-Reinheitsgebot hätte der TK-Hersteller heute keine Zukunft. Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz, betonte den Wert von Langfristigkeit und Vernetzung. Und Andreas Wenning, Geschäftsführer der Minderleinsmühle, verwies auf den Faktor der unverwechselbaren Unternehmensidentität: „Wer seine Einzigartigkeit kennt und lebt, muss nichts fürchten.“
Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Unternehmensalltag kam zur Sprache. „Technologie dient den Menschen und ersetzt sie nicht“, meinte dazu Friedemann Wecker, Geschäftsführender Gesellschafter von Bauck. Ziel sei es, mit Hilfe von KI die Qualität zu steigern sowie durch Standardisierung und Prozessoptimierung Effizienzgewinne zu erzielen.
„Unsere komplette Markenentwicklung liegt in der eigenen Hand“, unterstrich Manuela Raidl-Zeller, Geschäftsführerin von Sonnentor, die Bedeutung unternehmerischer Eigenverantwortung. Das – gepaart mit einem positiven Teamgeist – bewege die Menschen dazu, Teil von Sonnentor sein zu wollen.
Die Relevanz einer kompetenzorientierten Ausbildung hob Björn Wiese, Geschäftsführer der Privatbäckerei Wiese hervor. Sabine Kuschka, Leiterin Lean-Management bei Neumarkter Lammsbräu, erklärte den Wert einer offenen Fehlerkultur sowie der Überprüfung interner Prozesse für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Und Anna-Katharina Jostock, Vertriebs- und Marketingleiterin bei InnFood Organic, plädierte dafür, notwendige Entscheidungen in Zeiten des Wandels konsequent und zügig zu treffen.
„In der Bio-Herstellerszene steckt enorme Kraft“, zieht Anne Baumann, Geschäftsführende Vorständin der AöL als Fazit des UnternehmerInnentags. „Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer offen teilen, was sie bewegt und was sie erfolgreich macht, entstehen Ideen, die weit über einen einzelnen Veranstaltungstag hinauswirken.“ Neue Kooperationen führten zu Resilienz und Zukunftsmut. Der UnternehmerInnentag sei sehr gut angenommen worden und solle der Auftakt für ähnliche Formate sein.







