Auszeichnung
Hof Sackern erhält Ursula-Hudson-Preis
Slow Food Deutschland ehrt vier gleichrangige Gewinner
© Ingo Hilger
Im Rahmen der Slow Food Messe in Stuttgart hat Slow Food Deutschland am vergangenen Freitag den Ursula-Hudson-Preis vergeben. Dabei entschied das Kuratorium, dass alle vier Nominierten als gleichrangige Gewinner ausgezeichnet werden. Der Siegerpreis im Wert von rund 1.500 Euro ging damit an den Demeter-Betrieb Hof Sackern (Ruhrgebiet) sowie die Bliesgau Ölmühle (Saarland), den Verein zum Erhalt und zur Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN, Uckermark) und die Rabelades Farm (Brandenburg).
Für den Ursula-Hudson-Preis können sich seit 2021 jedes Jahr im Herbst Engagierte bewerben, oder sie können von anderen vorgeschlagen werden. Benannt ist der Preis nach Dr. Ursula Hudson, der langjährigen, im Sommer 2020 verstorbenen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland.
Das fünfköpfige Kuratorium hatte im März unter den über 30 Bewerbern vier Projekte und Unternehmen nominiert, die in besonderer Weise Visionen und Lösungen für die drängenden Herausforderungen des Ernährungssystems vorleben.
Der Hof Sackern wird als beispielhaft für eine gemeinschaftlich organisierte, ökologische Landwirtschaft beschrieben. Der Demeter-Betrieb im Ruhrgebiet produziert Gemüse, Milch, Käse und Brot in handwerklicher Qualität und verbindet dies mit einem Bildungs- und Begegnungsangebot. Dazu gehören unter anderem ein Kindergarten, Hoffeste sowie kulturelle Veranstaltungen. Besonders hervorgehoben wird außerdem die kollektive Organisationsform: Sieben Gesellschafter führen den Betrieb gemeinsam und entwickeln ihn bedarfsorientiert weiter.







