EDEKA setzt mit Teilnahme am Branchendialog Zeichen für verantwortungsvolle Lieferketten.
Edeka beteiligt sich am neu gestarteten Dialog zur Achtung der Menschenrechte entlang globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten des deutschen Lebensmitteleinzelhandels und der Ernährungsindustrie. Der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) initiierte Prozess unterstützt Unternehmen dabei, gemeinsame Standards und Maßnahmen für verantwortungsvolle Lieferketten zu entwickeln.
Der Dialog bringt Unternehmen wie Edeka, Ministerien, Verbände, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen sowie das Deutsche Institut für Menschenrechte zusammen. Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen für zentrale menschenrechtliche Herausforderungen entlang globaler Lieferketten zu entwickeln. Der Austausch ist auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit sollen soziale Risiken analysiert und gemeinsame Maßnahmen erarbeitet werden.
Mit der Teilnahme bekräftigt Edeka sein langfristiges Engagement für die Achtung der Menschenrechte in globalen Lieferketten. Der Edeka-Verbund engagiert sich bereits in verschiedenen Brancheninitiativen, arbeitet mit anerkannten Standardgebern und Zertifizierungssystemen zusammen und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferpartnern.
Engagement für existenzsichernde Löhne und Einkommen
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema existenzsichernde Löhne und Einkommen. Im September 2025 hat der Edeka-Verbund hierzu eine eigene Haltung veröffentlicht. Darin erkennt Edeka das Recht auf einen existenzsichernden Lohn beziehungsweise ein existenzsicherndes Einkommen an und setzt sich mit konkreten Initiativen und Projekten für angemessene Arbeitsbedingungen weltweit ein.
Verein ‚Food for Biodiversity‘ lädt Entscheider und Fachpublikum nach Berlin
Am 13. und 14. November wird in Berlin die Europäische Fachkonferenz ‚Biodiversity in Food Supply Chains‘ stattfinden. Entscheidungsträger der Lebensmittelbranche sowie interessierte Fachleute sind eingeladen, über Möglichkeiten des effektiven Biodiversitätsschutzes in den Lieferketten zu diskutieren. Eröffnet wird die Konferenz durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Veranstalter ist der Verein Food for Biodiversity, unterstützt von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die Teilnahme ist kostenlos.
In einer gemeinsamen Erklärung haben 151 Vertreter unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften und Kirchen aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa die Europäische Union aufgefordert, ein Lieferkettengesetz zu verabschieden, das Menschenrechte, Umwelt und Klima in den Geschäften von Unternehmen wirksam schützt.
Anna Cavazzini erhofft sich einen „echten Gamechanger“
Das geplante EU-Lieferkettengesetz soll Unternehmen zu menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltsprüfungen in ihrer gesamten Wertschöpfungskette inklusive Zulieferern verpflichten. Die grüne EU-Parlamentarierin Anna Cavazzini berichtet nun von einem knappen und wichtigen Abstimmungserfolg im Handelsausschuss. Trotz erheblichen Lobbydrucks habe das Parlament den Kommissionsvorschlag verschärft und Schlupflöcher geschlossen.