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Impulse und Konzepte für die sächsische Gastronomie

Gastro-Forum von Stadt-Land-Küche zeigt neue Wege für Regionalität und Nachhaltigkeit auf

Impulse und Konzepte für die sächsische Gastronomie © c Speiseräume

Beim Gastro-Forum 2026 von Stadt-Land-Küche diskutierten rund 45 Fachleute aus Gastronomie, Landwirtschaft und Verarbeitung in Leipzig über tragfähige Kooperationen. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Beispiele, wie regionale und nachhaltige Konzepte wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden können.

Das Gastro-Forum 2026 von Stadt-Land-Küche hat deutlich gemacht, wie Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Gastronomie gelingen können. Rund 45 Akteurinnen und Akteure aus Gastronomie, Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Logistik und Verwaltung kamen am 2. März im URBN JUNGLE in Leipzig zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Impulse für mehr Regionalität, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stabilität in der sächsischen Gastronomie zu geben.

In Impulsinterviews und Gesprächen an Thementischen wurden erfolgreiche Praxisbeispiele aus Sachsen, Berlin und Niedersachsen vorgestellt. Jörg Daubner präsentierte das ganzheitliche Geschäftsmodell der Obermühle Görlitz und erläuterte, welche Strukturen und Partnerschaften notwendig sind, um Produktion, Verarbeitung und Gastronomie langfristig ökologisch und wirtschaftlich zu verbinden.

Stefan Korn von der Leipziger Gärtnerei Korn und Frank Klickermann von der Hübler Fruchthandelsgesellschaft mbH diskutierten die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich tragfähige Regionalverarbeitung sowie den gezielten Gemüseanbau für die Gastronomie. Ein weiteres Praxisbeispiel lieferte die Kooperation zwischen der Berliner Solidarischen Landwirtschaft SpeiseGut und dem Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Christian Heymann und Olaf Budig zeigten auf, wie durch gemeinsame Anbauplanung und abgestimmte Abnahmemengen Planungssicherheit und Vertrauen auf beiden Seiten entstehen.

Darüber hinaus wurden Modelle der Co-Finanzierung zwischen Landwirtschaft und Küchen, Strategien zur Beschaffung regionaler Bio-Produkte sowie Ansätze für eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung erörtert.

Bea Wolf, Inhaberin des Restaurants Barcelona in Leipzig, hob den praktischen Nutzen des Austauschs hervor: „Ich möchte mehr regionale und mehr Bio-Produkte bei uns im Barcelona einsetzen. Die Zusammenarbeit mit Stadt-Land-Küche und Veranstaltungen wie das Gastro-Forum ermöglichen mir den Austausch mit anderen Restaurants und Betrieben. Heute nehme ich aus den Impulsen und Gesprächen mit, dass sich Mut zur Veränderung und konkrete Partnerschaften auszahlen.“

Projektleiter Dr. Philipp Stierand resümierte: „Regionale Wertschöpfung entsteht nicht durch gute Absichten, sondern durch belastbare Partnerschaften, transparente Absprachen und wirtschaftliche Klarheit. Die vorgestellten Praxisbeispiele zeigen, dass nachhaltige Konzepte möglich sind. Jetzt gilt es, die angestoßenen Gespräche in konkrete Schritte zu überführen.“

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